Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

Letztes

Land unter – Niederland

Bekannt ist Holland, das sich aus Zuid- und Noord-Holland zusammen setzt (Oost / West gibt es nicht), für Käse, Tulpen, Cannabis und Holzschuhe. Käse gibt es in der Schweiz weitaus mehr und alles in allem, besser. Holland hat nämlich immer wieder Ärger mit den Gewerbeaufsichtsbehörden, weil der Käse, durch seine vielen Hohlräume, als Mogelpackung eingestuft ist.

Tulpen stammen ursprünglich aus der Türkei. Der Döner wiederum aus Berlin. Die für Berliner Luft so essenzielle Pfefferminze stammt aus Ostasien – der Einfachheit halber: China. Und so wird klar, dass die Holländer ihre berühmten Blumen vermutlich nur aus China importiert haben, um weitere vermeintliche Pflanzen- und Gewürzimporte über die SilkRoad zu verschleiern. Da es damals noch keine Bitcoins gab, mussten sie sich ein ausgeklügeltes System ausdenken, das ich jedoch durchschaut habe.

Cannabis, das quasi der grüne Tee unter den Glimmstängeln ist, sollte mutmaßlich unter dem Deckmantel der Tulpen transportiert werden. Ein Indiz dafür ist der grüne Tee, den man besonders gerne und häufig wo trinkt? In China! Fall abgeschlossen? Noch nicht ganz. Die Beliebtheit in Holland grünen Tee zu rauchen, anstelle ihn zu trinken, ist der Tabakindustrie ein Dorn im Auge. Die großen amerikanischen Tabakkonzerne schaffen es nicht, mit ’normalen‘ Zigaretten in Holland Fuß zufassen, obwohl sie die Mittel dazu hätten. Woran liegt das? Da bekanntlich alle amerikanischen Konzerne in China verschuldet sind, hat China den längeren Bambushebel. So sichert sich China die Einnahmen durch grünen Tee und bevormundet somit die großen Konzerne, als auch die holländische Bevölkerung! Fall abgeschlossen.

Was Holzschuhe angeht, sind diese noch immer der klägliche Versuch die Bevölkerung des Königreiches zu retten, sobald defekte Deiche oder der Klimawandel dafür sorgen, dass das gesamte flache Land überschwemmt wird. Die sogenannten Clogs sind für diesen Fall als kleine Boote konzipiert, die paarweise genügend Auftrieb für einen leichten Holländer erreichen sollen. Da sie weder über Außenbordmotoren, noch über Ruder verfügen, müssten die auf dem Wasser treibenden Holländer nach der Überflutung gerettet werden. Dies führt jedoch schon heute zu geopolitischen Spannungen. Holland ist nämlich gerade groß genug, um nach der Katastrophe zu internationalen Gewässern erklärt zu werden. Die Hilfebedürftigen sind somit nur durch ihre blasse Hautfarbe von ordinären Hochseeflüchtlingen (wie sie auf dem Mittelmeer vorkommen), zu unterscheiden.

In dieser prekären Lage wird das Nachbarland Deutschland nicht helfen können. Es verfügt weder über eine einsatztaugliche Marine (siehe Gorch Fock), noch über ein Weltraumprogramm, das noch mehr Racketen hervorbringen könnte. Die einzige Rackete wurde darüber hinaus von Italien abgefangen und mit unzureichenden Klebeband-Flickschustereien vor das dortige Gericht gestellt. Der neon-orangefarbene Nationalstolz des Landes ist eine Vorbereitung auf eben auf diesen Notfall. So ist die Versorgung mit orangenen Notfallwesten schon sichergestellt, noch bevor der Bedarf dazu notwendig wird.

Der neon-orangefarbene Nationalstolz des Landes kann ebenfalls als Müllweste getragen werden. Scheinbar stieg die Beliebtheit dafür in den letzten Jahren besonders in Amsterdam. Um das Millennium herum war die Stadt eine einzige Müllkippe. Selbst die Verbreiterung der Gossen half nicht, den Müll einfach in die Nordsee zu spülen. Diese verbreiterten Gossen sind heutzutage eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten geworden und heißen Grachten. Insgesamt ist die Stadt heute überraschend sauber. Ein Aspekt, der dazu beigetragen haben könnte, wurde, von SL-Punkt, in seinem Blog erklärt; sehr Aufschlussreich! Wer sich von der Sauberkeit Amsterdams überzeugen möchte wirft einen Blick in die Galerie. Und wer doch Müll auf einem der Bilder entdeckt, darf dieses Beweisfoto gerne der Stadtverwaltung von Amsterdam weiterleiten, um bei der Beseitigung des Unrates zu unterstützen. #SaveThePlanet #AuchWennNichtGeradeFreitagIst




Jetzt wird es untypisch. Dieser Ausflug war der Erste, auf dem ich mein aufgewertetes Kamera-Equipment (namentlich: Nikon Z 6 (Vollformat)) dabei hatte. Was sich damit nicht schlagartig verändert hat, sind meine Fähigkeiten. Der Umstieg von meiner treuen Nikon D300 (APS-C) war trotz Herstellertreue nicht so einfach wie angenommen. Da hat sich in 10 Jahren zwischen D300 und Z 6 doch so einiges getan. Irgendwie ist alles gleich und doch ganz anders.

Zur Akkulaufzeit kann ich wenig sagen. Ich habe häufiger als nötig den großen Touch-Monitor benutzt, einen externen GPS Empfänger an die Kamera angeschlossen und immer wieder unabsichtlich den Auslöser gedrückt, als die im Standby an meiner Schulter hing. Über einen ganzen Tag hinweg musste ich den Akku nicht wechseln oder nachladen, aber einen zweiten Tag hätte er bei dieser Verwendung sicherlich nicht durchgehalten.

Bin ich zufrieden mit der Kamera? Ja! Allen voran wegen des Vollformatsensors. Gleich danach sind mir die neuen technischen Spielereien und Hilfsmittel, die die spiegellose Bauart ermöglicht, sehr willkommen. Werde ich dadurch ein besserer Fotograf? Wohl kaum! Dennoch steigt die Qualität der Fotos, es gibt weniger Einschränkungen (somit mehr Möglichkeiten) und der Ausschuss ist merklich geringer als noch mit der D300.

Eine weitere Feststellung: Die spiegellose Kamera ist weder kleiner, noch leichter. Der Body wiegt so viel wie eine durchschnittliche DSLR. Kleiner ist das System nicht, weil ich mit dem FTZ-Objektivadapter und meinen ‚alten‘ Linsen unterwegs war. Damit ist die Z 6 sogar ‚dicker‘ als noch die D300, weil die Sensorebene der Z 6 deutlich weiter vom rückseitigen Monitor entfernt ist. ‚Kleiner‘ wird das Packmaß erst mit den Nikkor-Z Objektiven werden, für die der FTZ-Adapter mit seinen ca. 4cm Länge nicht benötigt wird. Leichter wird der Rucksack oder die Tasche damit vermutlich nicht werden, denn gutes Glas hat gut Gewicht.

Kurz um: Der Sweetspot, der für mich lange Zeit die D300 gewesen ist, ist nun die Z 6. Der einzige Kompromiss, den ich mit dieser Kamera eingehen muss(te), war der Anschaffungspreis. So habe ich keinerlei Zweifel, dass mich diese Kamera für lange Zeit begleiten wird.

Ein Anflug von Ausflug

Man muss keinen Vogel haben, um einen Ausflug zu machen und man muss nicht fliegen, um die etwas Neues zu entdecken. So ging es nach Brandenburg und nach Schleswig-Holstein, genauer, nach Cottbus (noch einmal), in den Spreewald, nach Görlitz und Sankt Peter Ording. Ohne weitere Umschweife gibt es nun die Fotos. Einmal mehr muss sich das Gefühl zum Bloggen erst wieder so richtig einstellen. Auf bald.

Galerie: Gurkentrip

Galerie: S:P.O!

 

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios darf nicht auf den Olymp, darum fährt er nach Hause (Tag 4/3)

Es mag doof klingen, doch wer die ganzen Gebäude in ihrem (mutmaßlichen) Originalzustand sehen möchte, sollte mal das Computerspiel ‚Assassin‘s Creed Odyssey‘ begutachten. In einer schicken, nicht gänzlich realistischen Grafik, spielt man einen Nachkommen von Leonidas, König von Spartaaaaaa! und erkundet Griechenland. Da Athen auch schon vor 2500 Jahren ein nicht unwichtiger Ort war, hat es dieser und seine Historischen Gebäude auf in das Spiel geschafft. Der Einfachheit halber verlinke ich hier mal ein Video, das original und rekonstruierte Orte gegenüberstellt. [Youtube]

Und wenn das hier schon so nach Werbung klingt, möchte ich allen Mythologieinteressierten nach die Dokureihe ‚Die großen Mythen: Staffel 1‘ auf AmazonPrime empfehlen, die eher ein Hörbuch mit Visualisierung ist. [AmazonPrimeVideo]

So ist es mitunter sehr verwunderlich, verstörend oder eben auch belustigend was die Götter so anstellen. Und so erinnern wir uns noch heute daran, wie Athene durch einen Hammerschlag des Hephaistos aus dem Kopf des Zeus ‚geboren‘ wurde, als erwachsene Frau in voller Kriegsmontur. Oder wie Hermes aus einer Schildkröte und den Gedärmen einer Kuh die erste Lyra gebaut hat. Oder wie Dionysos den König von Theben, Pentheus, von seiner eignen Mutter ermorden ließ (die, um Sie in Schutz zu nehmen, durch einen Zauber geblendet war und ihren Sohn nicht erkannte).

So endet die Reise griechischer Ereignisse ganz ohne Sirtaki, ohne die Geschichte von Kölsch-Stangen voll Ouzo, ohne unzählige Mücken, Ohne Plastiktüten zu denen es freundlicherweise noch eine Plastiktüte dazu gibt und ohne die Geschichte vom einem ARTE Kamerateam, dass die Griechisch-Deutsche Freundschaft aufarbeitet, wollte, dass wir durch das Kamerabild laufen und die Reportage irgendwann im Februar 2019 sendet. Es ist geschafft. Hier geht es zum gesamten Album. Auf Bald. [Gesamtes Album]

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios dritte Fahrt (Tag 3/3)

Gestern waren wir auf der imposanten Akropolis, auf der Agora, beim Parlament. So viel Wichtigkeit verlangte nach einem Ausgleich. So ging es an das Mittelmeer. Nur wie kommt man dort hin? Taxi? Sicherlich zu teuer und man sieht zu wenig. U-Bahn? Man sieht auch wenig, aber es sollte günstiger sein. Laufen? Nein, bei 10km (pro Stecke) dauert das zu lange. Bus? Hä, was sind Bus und was sind Straßenbahnlinien? Dank der Hilfe von zwei älteren Herren fanden wir unseren Weg und waren, schwups, nach 45 Minuten am Mittelmeer.

Und wo nun? Am bekannten Piräus Hafen? Aber nein, da gibt es nichts zu sehen. Wir waren in der Gegend um Palaio Faliro. Dort gibt es Abschnitte mit Sandstrand, jedoch weit mehr Kiesstrände, kleine Gartenanlagen, Angler, Kriegsdenkmäler, Spielplätze und und und. UND die 37. teuerste Yacht der Welt. Sie gehört einem Scheich, ist 150m lang, hat einen Helikopterlandeplatz samt Helikopter und ein Wachschutz hat uns verboten Fotos zu schießen. Wir wollten die faulen Wachmänner nicht herausfordern, da sei immerhin Zugriff auf einen Heli haben. Da hilft auch weglaufen nicht 😀 Also gingen wir unverrichteter Dinge und genossen – nein, wir genossen nicht die Natur. Im ganzen Bereich des Yachthafens roch es.

Eine bestimmte Erwartungshaltung hatte ich vor der Reise nicht, was das folgende Thema angeht, Die Stadt ist grün, ziemlich grün. Wo auch immer ein kleines Fleckchen Erde freiliegt, wächst ein Baum oder wenigstens ein Strauch. Ich war positiv überrascht und auch angewidert! Hier und da stehen in der ganzen Stadt verteilt Bäume, deren Blüten (es tut mir leid, aber es ist die passendste Formulierung) nach Wichse stinken. Vielleicht riechen sie auch anders, doch sobald sich diese Assoziation einmal festgesetzt hat, hält man permanent Ausschau nach Perversen oder Pärchen, die es sich in den Büschen gemütlich machen. Diese Zeilen spiegeln selbstverständlich nur meine persönliche Meinung wider. Es soll ja Leute geben, die andere Gerüche bevorzugen als ich es tue.

Vielleicht ist man in Griechenland auch einfach liberaler beim Thema Sex in der Öffentlichkeit? Oder liebe zur Natur wird anders Verstanden und ausgelebt? Dieser Umstand war vor Ort und rückblickend betrachtet die einzige Trübung der Reise. [Album]

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios zweite Fahrt (Tag 2/3)

Die Akropolis ist nicht einzigartig, denn der Name beschreibt eigentlich nur die ‚Oberstadt‘, die heute freilich nicht mehr bewohnt ist. Anstelle von Wohnhäusern warten dort der Tempel der Sportgöttin Nike (Ihr Gemal Adidas bekam leider keinen), der Multi-Tempel Erechtheion für insgesamt 13 Helden und Gottheiten, das Parthenon und das alte Akropolis-Moyseion (Museum) bestaunt zu werden. Vorsicht sei geboten, denn der natürliche Marmor ist spiegelglatt. Beim Aufstieg sei es abermals empfohlen Getränke bei sich zu haben.

Außerhalb der Saison waren in der Stadt, in der einst die Demokratie von Perikles erfunden wurde, Touristen zwar noch Zahlreich vertreten, doch die Hotspots dabei nicht überlaufen. Erneut zeigte sich die Stadt von einer sehr angenehmen Seite. Apropos Hotspots. Hier Reisetipp A-38: Es gibt für nahezu alle Freilicht-Museen, damit meine ich die ganzen Tempelanlagen, ein Kombiticket für 30€, das euch die jeweiligen Eintrittspreise von bis zu 20€ gut rabattiert und zusätzlich 5 Tage Gültigkeit hat. Nicht enthalten ist überraschender Weise das Panathinaiko-Stadion, das jedoch auch etwas ab vom Schuss liegt. Wie auch immer, hier der eigentliche Tipp: Was man wissen sollte, auch wenn es auf dem Kombiticket geschrieben steht:: Der Einlass gilt nur EIN EINZIGES MAL je Drehkreuz! Das sollte man wissen bevor man seine Touren plant oder wenn man vor hat etwas bei Sonnenauf- und untergang zu besuchen…

Nördlich der Akropolis findet man die berühmte Agora. Dieser Ort war mehr als nur der alte Handels- und Marktplatz, vom dem nur noch Ruinen, Grundmauern, die Stoa (eine Art Markthalle) und der Tempel des Hephaistos zu erkennen sind. Hier wurden neben dem Handel auch Volksabstimmungen abgehalten und Politik gelebt wenngleich die Politik auf der Pnyx einen weit höheren Stellenwert einnahm. Auch heute noch möchte man meinen, dass die Historie der Agora im näheren Umfeld spürbar ist. So waren wir unweit auf dem belebten Monastiraki Square (auf dem man gut auf seine Wertsachen achten sollte. Mehr als sonst!), um einige griechische Spezialitäten zu Verspeisen.

Plötzlich liefen an unserem Tisch (draußen) ein Dutzend Polizisten in Kampfausrüstung mit Helm und Schild auf den Platz. Minuten lang passierte nichts, dann wurde es laut und ein roter Lichtschein waberte aus einer Gasse heraus. Demonstranten, Bengalische Feuer, Unruhe in der Menge auf dem Square. Dann ist nichts passiert. Oder vielleicht doch? Menschen gerieten in Panik. Einige rannten weg von dem Platz, wieder an unserem Tisch vorbei. Ein Blick in die Augen der Kellner verreit uns, wir haben nichts zu befürchten. Und Tatsächlich, es passierte nichts, außer, dass die Polizei nach weiteren 10 Minuten abzog. Zwischenzeitlich kam auch einer der Köche unseres Restaurants hinaus. Er erzählte uns, dass es sich um Studenten handelte, die schon am Tag zuvor am Parlament mit Molotowcocktails geworfen hätten. Offenbar traten sie für eine wichtige Sache ein. Welche? Das konnten wir auch am Folgetag nicht herausfinden. Aber das Essen war übrigens ganz ausgezeichnet! [Album]

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios erste Fahrt (Tag 1/3)

Athen, in Attika, in Griechenland, in Europa, auf Gaja, ist eine große Stadt. Alle Bezirke Athens einbezogen kommt die Hauptstadt aktuell auf 3,8 Millionen Einwohner und ist damit etwa so groß wie unser Stadtstaat Berlin. Touristenfreundlicher ist Athen jedoch, weil ca. 90% der typischen Sehenswürdigkeiten im direkten Zentrum der Stadt liegen. Fußwege von Einer zur Nächsten dauern selten länger als 10 oder 15 Minuten.

Klimatisch gab sich der späte Oktober angenehm bis frisch zwischen 23°C bei heiterem Sonnenschein bis 16°C in der Nacht. Perfekte Bedingungen um hier und da an einem der unzähligen Kioske ein kühles Biera zu kaufen und damit auf der Suche nach Fotomotiven durch die Straßen zu schlendern. Öffentlicher Alkoholkonsum ist hier ausdrücklich gestattet, vor allem, wenn es sich um Wein handelt! Bier ist aber auch okay. Es ist jedoch nicht so, als würde diese Freiheit von Einheimischen oder Touristen ausgiebig gelebt werden.

Höhepunkte gab es hingegen gleich mehrere. Als Erhebungen seien da die 150m Meter hohe Akropolis und der 300m hohe Berg Lykavittos zu nennen. Letzterer gebietet durch seine Höhe einen grandiosen Ausblick. Sollte man nicht per Gondel auf den Berg fahren, empfiehlt es sich Getränke einzupacken. Man kann sich leider nicht darauf verlassen am Wegesrand beim Aufstieg eine nette, alte Griechin anzutreffen, die einem entweder warmes oder gefrorenes Bier verkauft. Sowas soll aber schon vorgekommen sein. Der Fußweg lohnt sich, denn man trifft Unterwegs auf Soldaten, Schildkröten, Katzen und allerlei Details, die man bei der Gondelfahrt verpassen würde. [Album]

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios kommt gut an (Tag 0/3)

So eine Flugreise ist zwar nicht gerade Klimaneutral, aber aktuell der schnellste Weg. Ach, wie sehr wünsch ich mir die Teleportationstechnik herbei oder wenigstens die Hyperloops. Am Flughafen angekommen, empfing uns ein sehr freundlicher, wenn auch verschwiegener Taxifahrer. Laut dem Schild, das er in der Hand hielt, hieß er zufällig genau so wie unser Hotel in Athen. Komisch. So ein griechisches Taxi ist beinahe genauso schnell wie ein Flugzeug. Hätten wir das gewusst, wären wir auch mit dem Taxi ab Deutschland gefahren und hätten das Klima geschont. Im Hotel eingecheckt, Koffer auf die Betten geworfen, runter und ab in die Stadt.

Restaurants und Bars waren lebhaft gefüllt, Straßen für Hauptstadterwartungen ziemlich eng und Fußwege manchmal nicht vorhanden. An jeder Ecke oder alle 50m entlang einer Straße stand ein kleiner Kiosk, einer so identisch wie der Nächste und das war gut! Denn der Erste hatte kühles Bier. Damit spaziert es sich gleich viel freudiger.

Was sagte der Taxifahrer, das Parlament ist gleich in der Nähe und davor ist ein großer Platz mit beleuchtetem Brunnen (es war ca. 22:00 Uhr bei 20°C)? Das sollte unser erstes Ziel sein. Nachdem das erledigt war und uns die Mägen in den Kniekehlen hingen, musste SCHNELL etwas zu essen her, egal was! ‚Da hinten ist der Colonel.‘ … Gut, warum nicht. Unser erstes griechisches Essen war ein KFC Familieneimer mit Cole Slaw und kalten, wabbeligen Pommes. Zurück im Hotel, bekamen wir den Tipp, dass die Hotelbar noch geöffnet sei. ‚Gute Idee!‘. Diese bot einen einzigartigen Blick auf die beleuchtete Akropolis. Wunderschön!

Die eigentlichen Fotos dieses Abends gibt es nur bei Instagram. Ihr wisst schon, das kleine 2×2 Mosaik oben, links, direkt neben der Überschrift dieses Beitrags. Stöbern erlaubt 👍 Am Sonntagabend, den 09.12. kommt dann endlich das erste Album, also bleibt dran 💪

Eine Reise griechischer Ereignisse – Am Anfang war nichts

Einst war Gaja, die Mutter Erde. Sie gebar Titanen, Kyklopen, Giganten und so Typen mit einhundert Armen. Der Titan Chronos ist der Vater der meisten bekannten griechischen Götter. Zeus, der Herrscher des Olymps und letztes Kind von Chronos, tötete seinen eigenen Vater, um ein gerechterer Herrscher über die Welt zu werden, als es sein Tyrann von Vater war. Doch die Welt war leer. So beauftragte Zeus seinen Bruder Hephaistos, Schmied der Götter, damit, ihm etwas zur Unterhaltung zu schmieden. Hephaistos überlegte lange. Dann kam ihm die Idee etwas wie die Tiere zu erschaffen, nur nach dem Abbild der Götter selbst, aufrecht auf zwei Beinen stehend und weniger behaart als die Tiere, die Griechen.

Die Griechen sind mit unter schon ein unterhaltsames Völkchen. Einige sind sportliche Autofahrer, andere Schimpfen in der Nacht über das, was ihnen vor die Augen kommt. Bei Letzterem darf der Anteil des Wortes ‚Malakka‘ nicht weniger als 50% aller ausgesprochenen Worte ausmachen. Und viele Griechen, hier im Besonderen Athener, sind SEHR Freundlich, hilfsbereit, wie auch der englischen Sprache mächtig.

Junge Griechen sind im Übrigen stolz wie Bolle, sollten sie bei der Militärparade am ‚Sage nein‘-Tag mitlaufen dürfen. Dieser Tag wird gefeiert, weil sich Griechenland einst Mussolinis Forderung widersetzte Bereiche des Landes als strategische Stützpunkte zu nutzen. Als Reaktion auf dieses ‚Nein!‘ konnte Mussolini zwar nichts ausrichten, aber die Deutschen griffen den Italienern unter die Arme und schon war Griechenland am 2. Weltkrieg beteiligt.

Früher haben die Menschen die Götter belustigt, heute belustigen uns Menschen die Götter. Darum flogen wir Ende Oktober für drei Tage nicht zum Olymp, sondern nach Athen, um uns zu belustigen, Fotos zu schießen, Bier, Wein und Ouzo zu trinken und gut zu essen. Weil man auch nicht alle Tage nach Athen reist, haben wir keine Zeit vergeudet, wodurch viele Fotos entstanden. Daher komme ich nicht drum herum diese Reise in mehrere Beiträge aufzuteilen. Euch erwarten Tipps, Lebensweisheiten, Geheimnisse und Phantastisches. Die Fotos sind schon fertig und vorzeigbar. Daher wird die Reise auch Schlag auf Schlag abgearbeitet, lange Pausen wird es nicht geben!

Kurzmitteilung

Werbung ade!

Weil wir alle Werbung hassen, gibt es sie hier nicht mehr. Hurra! Werbung ermöglicht uns allen vieles, ohne, dass wir Geld dafür bezahlen müssen. Doch irgendwann ist es genug! Genug mit dem Geschnorre, genug mit der Werbung.

WordPress.com gefällt mir leider noch immer zu gut, als das ich umziehen möchte. Darum musste eine Entscheidung getroffen werden. Diese kommt mir nicht zu 100% zu Gute, auch wenn ich daraus einen Vorteil ableiten kann. Vor allem für euch macht es einen Unterschied, keine Ablenkung mehr 🙂 Heute ist zwar noch nicht der 6. oder 24. Dezember, aber warten wollte ich nicht mehr.

Ist es nicht schön, so sauber und aufgeräumt? … Bis sehr bald!

Wer hat den Thürschlüssel versteckt?

Ich komme nicht rein. Wo ist denn nun der Thürschlüssel? Das ist mein Ernst, hinter der Thür sind nämlich noch ein paar Fotos… Da spielt mir jemand einen Streich, anders kann es nicht sein. Na sicher! Die Sicherheit gibt mir eine Erkenntnis, denn ich vermisse Fotos. Fotos von Ostern. Fotos von Ostern 2018 in oder aus Thüringen.

Ja, ja, ja. Mir ist bekannt, dass Thüringen einen Ruf hat .. und trotzdem waren wir dort. Dem Ruf nach gibt es dort die weltbesten Thüringer Rostbratwürste (nicht nur Bratwürste, nicht nur Thüringer Bratwürste, sondern echte Thüringer Rostbratwürste!), holzgearbeiteten Winter- und Weihnachtsschmuck, mundgeblasenes Glas von höchster Güte und dunkle und märchenhafte Wälder.

Dieses Bundesland, in dem der Kindergarten erfunden wurde, ist wie auch Bayern, ein Freistaat. Leider leidet es, trotz seiner hervorragenden Thüringer Klöße, unter einer Fremdenfeindlichkeit, die sehr laut ist und sehr viel der Aufmerksamkeit für dieses Bundesland auf sich zieht. Vielleicht liegt es daran, dass Thüringen sich eine Landesgrenze mit Sachsen teilt, vielleicht daran, dass Thüringer Eingeborene lauter sind als der Durchschnitt oder die leisen Thüringer sind in Wirklichkeit in der Überzahl, haben jedoch kein Internet oder TV und wissen gar nicht wie laut einige sind. Niemand weiß es..

Auf dem Weg in die Landeshauptstadt Erfurt machten wir Halt in Eisenach. Dort thront die Wartburg, auf der alle Platz hatten, über der Stadt. Noch bevor man den Parkplatz erreicht bekommt ihr die Chance eine echte Thüringer Rostbratwurst zu essen, so wie es sich gehört serviert in einem Doppelbrötchen. Erfurt diente uns als zentrales Hauptquartier, mit ausgesprochen guter Internetanbindung (>100 Mbit/s). Von dort konnten wir super Gotha, Weimar und Erfurt erreichen. Clever muss man sein!

Mein Kopf glüht gerade auf bei dem Versuche, sich an Empfehlungen zu erinnern. Zwei derer fallen mir spontan wieder ein: 1. Wer gutes koreanisches Essen essen will, geht zu Bap & Bap und hat etwas Glück im Gepäck. 2. Wer einen guten Döner essen will, sollte den kurdischen Döner (er heißt leider so, da kann ich nichts machen) in der Nähe der Allerheiligenkirche meiden. Übrigens ist es überraschend, wie wenig Gastronomie am Osterwochenende Nachts geöffnet bleibt. Dieser Umstand führte dazu, dass ich euch die Empfehlung für diesen Dönerladen geben kann, denn, dieser hatte als einziger noch offen.

Lange Rede (einmal mehr).. Erfurt lohnt sich, Weimar lohnt sich sehr, Gotha .. Gotha .. In Gotha haben wir einen guten Döner gegessen. Euch mag es schon aufgefallen sein, der Hunger bestimmt gerade den Inhalt dieses Beitrags. Darum wird nicht weiter herumgeschwafelt. Hier geht es zum Album, über irgend eins der Fotos (wie immer) zur ‚Diashow‘. Haut rein.


 

%d Bloggern gefällt das: