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Ein (nicht der) Führer auf Reise – London [2016]

Na das läuft ja alles schon wieder super! Eigentlich war schon ein Text für diesen Beitrag geschrieben und als Entwurf abgespeichert. Wo er ist, keine Ahnung! Entweder verarscht mich WordPress schon wieder oder ich werde senil. Immerhin ist die Leinwand nun wieder weiß und die Kreativität kann sich voll entfalten.

Es gibt noch so viel über London zu erzählen. Damit gehen jedoch auch einige Probleme einher: Erstens will ich nicht so viel schreiben, zweitens habe ich nur noch Fotos für diesen Beitrag, drittens sind die Fotos selbst zu meinem erklärten Erzfeind geworden, viertens wird schon wieder Zeit damit verschwendet Aufzählungen aufzuschreiben. Es muss noch erzählt werden wie viele Überwachungskameras es in London gibt (für meinen Geschmack zu viele), es muss erzählt werden – mir ist eben eingefallen wo der Entwurf gespeichert war! WordPress ist diesmal doch nicht schuld, also kann ich wohl doch bald meine Rente antreten.. Der Entwurf lag noch unsynchronisiert auf dem alten Gammel-Laptop… Los geht es also!

Du reist in eine fremde Stadt in einem fremden Land. In heutigen Zeiten mit Internet, Youtube und internationalem (manchmal auch irrationalem) Bachelor/Masterstudium sind eigentlich keine Länder wirklich fremd. Das Abendteuer zu verreisen ist kein so großes mehr, weil man sich nichtmehr nur auf einen MarcoPolo-Reiseführer verlassen muss. Ungewissheiten gibt es aber auch trotz der besten Internetrecherche, weil im Internet mitunter viel Mist geschrieben steht. Was müsst ihr also wissen, wenn ihr nach London wollt? Ich sag’s euch hier im Internet, auf mich könnt ihr euch verlassen!

1. Es gibt nicht nur Fish ’n Chips (so eine Art Backfisch mit Pommes) oder Pommes mit Essig (Fries with vinegar) zu essen. Zum Frühstück muss man sich nicht zwangsläufig rote Bohnen und kleine (nicht Nürnberger!) Bratwürste antun. Das 2016er London kennt auch Müsli, Rührei, gebratenen Speck (Bacon) und am wichtigsten: es gibt auch Kaffee! Es gibt Burger, Wraps, Spare Ribs, Zwiebelringe, Pizza, Salate, Pasta, Kartoffelbrei mit Bratwurst (Sausages and Mesh), Sushi, Kebap und wem das nicht reicht, der kann sich an den üblichen Fastfoodketten satt essen: McD, BK, KFC, Nandos, Subway, PizzaHut (habe ich nicht gesehen, müsste es aber dennoch geben), Pizza Express (hat auch glutenfreie Pizza), und so weiter und sofort..

2. … Zweitens was? Ich erzähle gerade was ihr wissen müsst, wenn ihr London bereist! Über ein schwaches Kurzzeitgedächtnis zu klagen hilft hier gerade nicht, denn Multitasking ist viel wichtiger! Weiter geht es! Auf welcher Straßenseite fährt man Auto? Links! Auf welcher Seite des Gehwegs bewegt man sich? Links! Nach wo schau man zuerst, wenn man eine Straße überquert? Links! .. Ha! Denkste! Warum das nicht immer stimmt darf jeder gerne selbst herausfinden, aber passt dabei auf die mehrspurigen Einbahnstraßen auf! Die Gehwege sind in der Londoner Innenstadt logischerweise überlaufen von Touristen und das wissen auch die einheimischen Londinianer. Das hat zu Folge, dass Touries sich oft rechts halten, beim Anblick von Gegenverkehr links antäuschen und dann mit einem verschmitzten ‚hehehe‘ wahlweise noch weiter links oder dann doch rechts ausgeweichen. Tipp für alle unentschlossenen: Überquert Straßen bei Ampeln oder kleinen Verkehrsinseln. Meist ist hier für den Fußgänger auf die Straße gepinselt in welche Richtung er schauen soll. Und das Problem mit den anderen Fußgängern löst sich durch Entschlossenheit, versucht es einfach!

3. Wenn man mit Kindern reist, ist London, meiner Meinung nach, nicht die erste Wahl als Urlaubsziel. Teenager und Erwachsene haben dort schon deutlich mehr Spaß. Und mit Spaß meine ich nicht nur, aber auch: Biere, Ales, Lager, Cider, Whiskys und Burger! Und wie ist das in der Öffentlichkeit mit Bier oder so? Vor der Reise haben auch wir uns informiert:
„Alkoholkonsum ist überall dort gestattet, wo kein Schild darauf hinweist, dass es zu unterlassen ist.“
Aha… Schlauer waren wir nicht, genauso wie du gerade… Hier also noch ein Reisetipp: Wir waren in Soho, Waterloo, Camberwell, Bloomsbury, Chelsea, Notting Hill, St. Johns und Hyde Park, am Big Ben, The Shard, Buckingham Palace, Westmister bla bla bla. Wir waren überall! Und nirgendwo war auch nur ein Alkohol-Verbotsschild zu sehen! Das bedeutet keines Falls sich überall einen reinscheppern zu müssen, dennoch dürfte man das tun.
Reisetipp Nr 2: Schaut euch die Einheimischen an. Ab etwa 17 Uhr ist jeder, aber auch JEDER Pub überrannt von Londonnern in Business-Sakko oder -Bluse. Die Leute stehen zu Hauf auf der Straße vor JEDEM Pub. Was machen die da fragt ihr euch? Sie betrinken sich bis zur Besinnungslosigkeit, weil sie die Sperrstunde im Nacken haben. Reisetipp Nr. 2 lautet also: Entweder man besucht den Pub seiner Wahl spätestens um 16 Uhr, weil sonst nichts mehr zu holen ist. Ein Pint kostet übrigens ca 6-7 Pfund in einem Pub und ab 1-2 Pfund aus dem Supermarkt. Ein Mittagessen zieht euch im Schnitt 15-20 Pfund aus dem Portmonee.

Das war der eigentliche Beitrag, soweit wie ich hin vorbereitet hatte.. Erwähnt sei noch die Kriminalität und die Hooligans in London, die so ausführlich beschrieben werden müssen, wie wir sie erlebt haben: .
Mehr fällt mir im Moment nicht ein.. Außerdem wollte mein Vergangenheits-Ich von vor 5 Minuten nicht so viel schreiben. Das bedeutet, wir sind durch! Mein Fazit zu London: Kann man mal gesehen haben! Gut… Das klingt nicht sehr verlockend oder gar überzeugend. Wer sich aber selbst kein Bild von London machen will oder kann, der kann sich alle meine Fotos noch mal als Gesamtkunstwerk im Flickr-Album anschauen.
Wem das nicht reicht, den kann ich reinen Gewissens weiterleiten zu dlwotan’s Fotoblog, der auch recht, sehr bald sehr beindruckende, schöne und tolle Fotos bloggen müsste. Das sind noch nicht mal leere Versprechen von mir! dlwotan hat London viel schöner und sauberer in Erinnerung als ich, was seinen Fotos viel mehr Glanz verleihen wird  😉 Danke für die Geduld und bis bald.

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Ein Pfund Regen im Linksverkehr – London [2016]

Das Hotel ist gebucht, die Oyster Card (für Öffis) ist schon bezahlt und das Taxi zum Flughafen steht bereit. Nichts kann schiefgehen, gar nichts! Aber dann stellt sich heraus, dass man mit British Airways fliegt und sich der Abflug um 2 Stunden verzögert. Ich erspare mir von den Details, wie technischen Problemen, fehlenden Ersatzteilen und unnormalen Triebwerksgeräuschen zu berichten, denn am Ende sind doch alle Lebendig im englischen London angekommen.
Ahhh London. Das erste womit man in England konfrontiert wird, ist die Erkenntnis, dass der Perso nicht der Passport, sondern die ID Card ist. Sowas kann ja mal passieren, wenn plötzlich alle unverständlich daher brabbeln und auf der falschen Straßenseite fahren. Zur Beruhigung sollte man in so einem Moment ein kühles Bierchen (ja!, in England gibt es auch kühles Bier) genießen.

Das Bier hat wie erwartet funktioniert. Als nächstes galt es das Hotel zu suchen, um dort das Gepäck abzuladen. Gesagt, getan. Und jetzt? Mit der Piccadillyline-Underground-Tube ab in die Innenstadt zum Piccadilly Circus (quasi der New Yorker Times Square in klein) und irgendwas essen. Zum Glück für uns ist das genau die richtige Gegend für Streetfoodfestivals und Pubs. Nach der Verköstigung einiger speziell ausgewählter, hiesiger Ales war es dann auch irgendwann Zeit noch etwas Allgemeinverpflegung für das Hotelzimmer bei Tesco (24/7, auch Sonntags) einzukaufen und den Abend ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen sollte der Urlaub erst wirklich beginnen. Wir haben das Frühstück verschlafen, was, wie sich an den folgenden Tage erst herausstellen sollte, kein all zu großer Verlust sein sollte. Dennoch, die Zeit läuft davon und die Luft war trocken. Wie ein ordentlicher Tourist besucht man natürlich all die bekannten Sightseeing-Hotspots:

Westminster Abbey

House of Lords / Commons / Parliament vor dem ein Löwe auf einem Pferd reitet

und den Dick Ben – Ich glaube der heißt mittlerweile irgendwie anders, aber ihr wisst ja was ich meine.

Der Besuch all dieser alt-ehrwürdigen Gebäude bei prallem Sonnenschein macht, genauso wie die Rekapitulation des Erlebten, durstig. Anstelle nun den gesamten Urlaub auf einmal abzuarbeiten, werde ich diese Aufgabe wohl in drei Teile aufteilen. Der Engländer würde jetzt sagen: I am going to split this trip into three cups of the finest Earl Grey to protect myself from a bloody burnout. Cheers mate!


Schöne Stadt, schöne Frauen, leckeres Bier!

Mein erster Besuch in Prag war vor 9 Jahren. Damals hatten wir ein Hotel unter einer Brücke und mein Bett stand in einer ehemaligen Küche neben einer funktionierenden Dunstabzugshaube. Meine Erinnerungen an Prag sind schnell zusammengefasst:

„Schöne Stadt, schöne Frauen, leckeres Bier!“

Dieses Jahr hatten wir ein anders Hotel und andere Pläne. Wir kundschafteten direkt die Gegend aus und suchten die unzähligen Sehenswürdigkeiten. Zur Belohnung gab es ein Bier. Am nächsten Tag schnappten wir unsere Kameras, gingen nochmals die Touristenmeilen ab und machten zwischendurch kleine Pausen, da uns das Wetter, im Gegensatz zu Dresden sehr wohl gesonnen war. Zumal auch die tschechischen Biere wirklich lecker sind.

Vorbei an der Prager Rathausuhr ging es weiter über die Moldau. Dort entstand das Foto, das ich euch heute zeigen möchte.

Morgen gibt es dann einen Überblick über die Stadt. Bis morgen dann.