Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

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Ein Pfund Regen im Linksverkehr – London [2016]

Das Hotel ist gebucht, die Oyster Card (für Öffis) ist schon bezahlt und das Taxi zum Flughafen steht bereit. Nichts kann schiefgehen, gar nichts! Aber dann stellt sich heraus, dass man mit British Airways fliegt und sich der Abflug um 2 Stunden verzögert. Ich erspare mir von den Details, wie technischen Problemen, fehlenden Ersatzteilen und unnormalen Triebwerksgeräuschen zu berichten, denn am Ende sind doch alle Lebendig im englischen London angekommen.
Ahhh London. Das erste womit man in England konfrontiert wird, ist die Erkenntnis, dass der Perso nicht der Passport, sondern die ID Card ist. Sowas kann ja mal passieren, wenn plötzlich alle unverständlich daher brabbeln und auf der falschen Straßenseite fahren. Zur Beruhigung sollte man in so einem Moment ein kühles Bierchen (ja!, in England gibt es auch kühles Bier) genießen.

Das Bier hat wie erwartet funktioniert. Als nächstes galt es das Hotel zu suchen, um dort das Gepäck abzuladen. Gesagt, getan. Und jetzt? Mit der Piccadillyline-Underground-Tube ab in die Innenstadt zum Piccadilly Circus (quasi der New Yorker Times Square in klein) und irgendwas essen. Zum Glück für uns ist das genau die richtige Gegend für Streetfoodfestivals und Pubs. Nach der Verköstigung einiger speziell ausgewählter, hiesiger Ales war es dann auch irgendwann Zeit noch etwas Allgemeinverpflegung für das Hotelzimmer bei Tesco (24/7, auch Sonntags) einzukaufen und den Abend ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen sollte der Urlaub erst wirklich beginnen. Wir haben das Frühstück verschlafen, was, wie sich an den folgenden Tage erst herausstellen sollte, kein all zu großer Verlust sein sollte. Dennoch, die Zeit läuft davon und die Luft war trocken. Wie ein ordentlicher Tourist besucht man natürlich all die bekannten Sightseeing-Hotspots:

Westminster Abbey

House of Lords / Commons / Parliament vor dem ein Löwe auf einem Pferd reitet

und den Dick Ben – Ich glaube der heißt mittlerweile irgendwie anders, aber ihr wisst ja was ich meine.

Der Besuch all dieser alt-ehrwürdigen Gebäude bei prallem Sonnenschein macht, genauso wie die Rekapitulation des Erlebten, durstig. Anstelle nun den gesamten Urlaub auf einmal abzuarbeiten, werde ich diese Aufgabe wohl in drei Teile aufteilen. Der Engländer würde jetzt sagen: I am going to split this trip into three cups of the finest Earl Grey to protect myself from a bloody burnout. Cheers mate!


Alles wird besser, nur die Zukunft nicht.

Beim durchstöbern meiner Foto-Festplatten stieß ich auf ein paar weiter Bilder. Trauriger Weise ist es nur eine unsortierte Hand voll, die ich euch zeigen möchte.

Lange ist es her als diese Bilder aufgenommen wurden und ich musste nun einmal wieder feststellen, dass sehr viele davon meinen heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. Oder anders ausgedrückt… Sie sind für mich nicht mehr zu gebrauchen.

Die Bilder sind schief, unscharf, schlecht geschnitten, viel zu oft schräg fotografiert und zu allem Übel habe ich noch überraschend viele JPG Dateien dabei, weil mein Workflow damals viel zu ausgeklügelt war. Andererseits kann ich mich auch über die vielen schlechten Bilder freuen. Denn im Umkehrschluss merke ich, dass ich wohl ‚besser‘ geworden sein muss.

Besser kann vieles bedeuten. So kann damit gemeint sein, dass man besseres Equipment hat. Oder, dass man dieses besser beherrscht! Es kann bedeuten, dass die verarbeitende Software besser wurde. Auch, dass man nun besser mit solcher Software umgehen kann als vor ein paar Jahren noch. Welches ‚besser‘ nun zutrifft ist doch erst einmal egal. Wenn man jedoch noch besser werden will, dann sollte man sich darüber jedoch Gedanken machen.

Jeder von uns ist in den letzten Jahren besser geworden. Jeder hat irgendwas, das für Sie oder Ihn besser wurde. Klar! Wir wurden älter, Wehwehchen kamen vielleicht dazu, der Klimawandel ist nicht zu stoppen und der Schlager zermürbt unsere Trommelfelle. Aber hey! Wenn Dinge schlecht sind, kann man sie auch verbessern.

Da fällt mir ein, ich sollte besser mal wieder etwas Sport machen. Mountainbike fahren oder so..


Roller Derby! – 1, 2, 3, Bout

Nach längerer Pause ist es wieder soweit, ihr bekommt neue Bilder zu sehen. Durch den „BuddyBlog SL-Punkt: Roller Derby! – 1. Bout für Hannover“ habt ihr vor einer Weile erfahren, dass ich nach Hannover zum ersten heimischen Bout der Demolition Derby Dolls eingeladen wurde. Die dort entstandenen Fotos habe ich endlich fertig und blogreif gemacht.

Da Roller Derby noch immer sehr unbekannt ist, haben die DDD einen kleinen Flyer gemacht, der die wichtigsten Punkte enthält. Wem das einfache Regelwerk noch immer spanisch vorkommt, der sollte mal ein Roller Derby besuchen. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen!

Roller Derby - was ist das?

Roller Derby – was ist das?

Gegeneinander angetreten sind die Gastgeberinnen, die Demolition Derby Dolls und aus Münster angereist, die Zombie Rollergirlz. Mir hat es besonders gefallen, dass die Teams sehr sportlich miteinander umgegangen sind, obwohl ein Vollkörperkontaktsport nicht gerade dazu einlädt. Als Zuschauer spürte man den Ehrgeiz den Sieg zu holen, aber auch den Spaß am Sport. Und letztendlich geht es doch nur darum Spaß zu haben. Ich finde es schade, dass dieser Umstand, Spaß zu haben, bei vielen anderen Sportarten und Wettkämpfen total ignoriert wird. Das soll jedoch eine andere Geschichte sein.

Hier habe ich zum zweiten Mal ein Roller Derby fotografiert und es hat weitaus mehr Spaß gemacht als beim ersten Mal. Damals war es zur SportsNow! im Rahmen der ABF Hannover (Februar 2013). Die Bilder waren ein Grauß! Es gab wenig Licht, unschöne Hintergründe, einen schwarzen lichtschluckenden Boden und schnelle Bewegungen. Ich war damals nicht in der Lage ordentliche Bilder zu machen. Doch in der Halle „IGS Stöcken“ war alles besser, auch der Fotograf hinter meiner Kamera.

Mit dem Beeilen hat es ja nicht so ganz geklappt, aber ich bin sicher ihr habt die Zeit auch anders gut verbracht. Alle Fotos gibt es in der Galerie. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast hier vorbei zu schauen! Bis bald, es steht viel Sport auf dem Plan.


Kurzmitteilung

BuddyBlog SL-Punkt: Roller Derby! – 1. Bout für Hannover

BuddyBlog, das habe ich doch schon mal gelesen? Richtig! Während ich meine Fotos noch nicht einmal in Augenschein genommen habe, hat SL-Punkt sogar schon eine ganze Galerie gebloggt.

Worum geht es hier überhaupt: Am Samstag (22.06.2013) fand der erste heimische Bout der Demolition Derby Dolls in Hannover statt. Sie bezwangen die Zombie Rollergirlz aus Münster und beide Mannschaften, oder eher Frauschaften, zeigten dabei kein Erbarmen mit dem Gegner, oder eher mit der Gegnerin. Wie auch immer…

Schaut euch die Fotos von SL-Punkt an. Er hat es wieder geschafft die besten Momente einzufangen und seine Fotos sind auf jeden Fall sehenswert!

SL-Punkt: Roller Derby! – 1. Bout für Hannover

Photographed by SL-Punkt

Ich beeile mich meine Fotos auch zu sichten und werde euch nicht mehr lange warten lassen. Vielen Dank, dass ihr jetzt schon die Zeit hattet hier vorbei zu schauen und dass ihr auch bei SL-Punkt vorbeischauen werdet! Bis gleich 😀


Sound of electricity

Dies ist eine Kostprobe der nächsten Fotos die ich bloggen möchte. Es handelt sich dabei um ein großes Stück Industrie, das für uns alle so unverzichtbar scheint.

Über Ostern waren wir Fotografen im Rahmen der OUT2013 mal wieder in einem Kohlekraftwerk. Diesmal nicht im bösen Belgien, sondern mal wieder daheim im Deutschland. Es gehört jedoch nicht zu den Kraftwerken, die man, für gewöhnlich, auf Anfrage besichtigen kann. Daher kann ich euch den Namen des Kraftwerks leider nicht nennen.

Ein gutes Foto braucht nicht erklärt werden heißt es. Also fange ich ohne weitere Umschweife an. Diese Dampfturbine trieb einen 210MW-Generator an, von denen es in diesem Kraftwerk 12 Stück gab. Ein ohrenbetäubender Lärm erfüllte die etwa 600m lange Turbinenhalle. Ein Dutzend dieser Turbinen surrten im Einklang der Stromproduktion 32 Jahre lang vor sich hin. Tag ein, Tag aus. Bis zu 600°C heißer Dampf  brachte diese Ungetüme in Bewegung, um für uns den so notwendigen Strom zu produzieren.

Da war es wieder, dass „Produzieren“. Strom ist eine Energie und diese kann man weder vernichten noch herstellen oder „produzieren“, nur wandeln ist möglich. Warum also benutzt man diese unmögliche Formulierung? Nun, ich bin kein Sprachexperte und ihr wisst das am besten. Aber betrachten wir es mal so: Jemand betreibt ein Kraftwerk und kauf Rohstoffe ein, hier Kohle. Diese wird in einem Produktionsprozess in etwas vielseitigeres und wertvolleres veredelt bzw. „verwandelt“, in den elektrischen Strom. Der Kraftwerksbetreiber verkauft sein Endprodukt dann schließlich und verdient einen Haufen Geld damit. Dieses Prinzip kennen wir alle von der Pommesbude, den Autobauern und vom Heimwerken. Euch fallen sicher bessere Beispiele ein. Also, ich mache euch einen Vorschlag, auf den mich einer der Fotografen brachte. Wenn Ihr, wenn wir, von einer Stromproduktion reden wollen, dann sollten wir auch sagen, dass der Strom aus einer Stromfabrik stammt. Das ist zwar kompletter Blödsinn, aber auf eine verquere BWLer-/Wirtschafter-Denkweise ist es so verkehrt auch nicht.

Heute klingen sie nicht mehr, drehen sich nicht mehr, stehen still.
Diese Klingen trugen den Klang von Elektrizität mit sich.
Laut, ohrenbetäubend und unverzichtbar.

Danke für vorbei schauen. Das meine ich ernst! Ein Klick auf das Foto bringt euch zu einer größeren Ansicht. Beim nächsten Mal sollte es wieder ein paar Fotos mehr geben und auch mehr von diesem Kraftwerk. Bis dahin.