Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

City & Countryside

Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios darf nicht auf den Olymp, darum fährt er nach Hause (Tag 4/3)

Es mag doof klingen, doch wer die ganzen Gebäude in ihrem (mutmaßlichen) Originalzustand sehen möchte, sollte mal das Computerspiel ‚Assassin‘s Creed Odyssey‘ begutachten. In einer schicken, nicht gänzlich realistischen Grafik, spielt man einen Nachkommen von Leonidas, König von Spartaaaaaa! und erkundet Griechenland. Da Athen auch schon vor 2500 Jahren ein nicht unwichtiger Ort war, hat es dieser und seine Historischen Gebäude auf in das Spiel geschafft. Der Einfachheit halber verlinke ich hier mal ein Video, das original und rekonstruierte Orte gegenüberstellt. [Youtube]

Und wenn das hier schon so nach Werbung klingt, möchte ich allen Mythologieinteressierten nach die Dokureihe ‚Die großen Mythen: Staffel 1‘ auf AmazonPrime empfehlen, die eher ein Hörbuch mit Visualisierung ist. [AmazonPrimeVideo]

So ist es mitunter sehr verwunderlich, verstörend oder eben auch belustigend was die Götter so anstellen. Und so erinnern wir uns noch heute daran, wie Athene durch einen Hammerschlag des Hephaistos aus dem Kopf des Zeus ‚geboren‘ wurde, als erwachsene Frau in voller Kriegsmontur. Oder wie Hermes aus einer Schildkröte und den Gedärmen einer Kuh die erste Lyra gebaut hat. Oder wie Dionysos den König von Theben, Pentheus, von seiner eignen Mutter ermorden ließ (die, um Sie in Schutz zu nehmen, durch einen Zauber geblendet war und ihren Sohn nicht erkannte).

So endet die Reise griechischer Ereignisse ganz ohne Sirtaki, ohne die Geschichte von Kölsch-Stangen voll Ouzo, ohne unzählige Mücken, Ohne Plastiktüten zu denen es freundlicherweise noch eine Plastiktüte dazu gibt und ohne die Geschichte vom einem ARTE Kamerateam, dass die Griechisch-Deutsche Freundschaft aufarbeitet, wollte, dass wir durch das Kamerabild laufen und die Reportage irgendwann im Februar 2019 sendet. Es ist geschafft. Hier geht es zum gesamten Album. Auf Bald. [Gesamtes Album]


Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios dritte Fahrt (Tag 3/3)

Gestern waren wir auf der imposanten Akropolis, auf der Agora, beim Parlament. So viel Wichtigkeit verlangte nach einem Ausgleich. So ging es an das Mittelmeer. Nur wie kommt man dort hin? Taxi? Sicherlich zu teuer und man sieht zu wenig. U-Bahn? Man sieht auch wenig, aber es sollte günstiger sein. Laufen? Nein, bei 10km (pro Stecke) dauert das zu lange. Bus? Hä, was sind Bus und was sind Straßenbahnlinien? Dank der Hilfe von zwei älteren Herren fanden wir unseren Weg und waren, schwups, nach 45 Minuten am Mittelmeer.

Und wo nun? Am bekannten Piräus Hafen? Aber nein, da gibt es nichts zu sehen. Wir waren in der Gegend um Palaio Faliro. Dort gibt es Abschnitte mit Sandstrand, jedoch weit mehr Kiesstrände, kleine Gartenanlagen, Angler, Kriegsdenkmäler, Spielplätze und und und. UND die 37. teuerste Yacht der Welt. Sie gehört einem Scheich, ist 150m lang, hat einen Helikopterlandeplatz samt Helikopter und ein Wachschutz hat uns verboten Fotos zu schießen. Wir wollten die faulen Wachmänner nicht herausfordern, da sei immerhin Zugriff auf einen Heli haben. Da hilft auch weglaufen nicht 😀 Also gingen wir unverrichteter Dinge und genossen – nein, wir genossen nicht die Natur. Im ganzen Bereich des Yachthafens roch es.

Eine bestimmte Erwartungshaltung hatte ich vor der Reise nicht, was das folgende Thema angeht, Die Stadt ist grün, ziemlich grün. Wo auch immer ein kleines Fleckchen Erde freiliegt, wächst ein Baum oder wenigstens ein Strauch. Ich war positiv überrascht und auch angewidert! Hier und da stehen in der ganzen Stadt verteilt Bäume, deren Blüten (es tut mir leid, aber es ist die passendste Formulierung) nach Wichse stinken. Vielleicht riechen sie auch anders, doch sobald sich diese Assoziation einmal festgesetzt hat, hält man permanent Ausschau nach Perversen oder Pärchen, die es sich in den Büschen gemütlich machen. Diese Zeilen spiegeln selbstverständlich nur meine persönliche Meinung wider. Es soll ja Leute geben, die andere Gerüche bevorzugen als ich es tue.

Vielleicht ist man in Griechenland auch einfach liberaler beim Thema Sex in der Öffentlichkeit? Oder liebe zur Natur wird anders Verstanden und ausgelebt? Dieser Umstand war vor Ort und rückblickend betrachtet die einzige Trübung der Reise. [Album]


Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios zweite Fahrt (Tag 2/3)

Die Akropolis ist nicht einzigartig, denn der Name beschreibt eigentlich nur die ‚Oberstadt‘, die heute freilich nicht mehr bewohnt ist. Anstelle von Wohnhäusern warten dort der Tempel der Sportgöttin Nike (Ihr Gemal Adidas bekam leider keinen), der Multi-Tempel Erechtheion für insgesamt 13 Helden und Gottheiten, das Parthenon und das alte Akropolis-Moyseion (Museum) bestaunt zu werden. Vorsicht sei geboten, denn der natürliche Marmor ist spiegelglatt. Beim Aufstieg sei es abermals empfohlen Getränke bei sich zu haben.

Außerhalb der Saison waren in der Stadt, in der einst die Demokratie von Perikles erfunden wurde, Touristen zwar noch Zahlreich vertreten, doch die Hotspots dabei nicht überlaufen. Erneut zeigte sich die Stadt von einer sehr angenehmen Seite. Apropos Hotspots. Hier Reisetipp A-38: Es gibt für nahezu alle Freilicht-Museen, damit meine ich die ganzen Tempelanlagen, ein Kombiticket für 30€, das euch die jeweiligen Eintrittspreise von bis zu 20€ gut rabattiert und zusätzlich 5 Tage Gültigkeit hat. Nicht enthalten ist überraschender Weise das Panathinaiko-Stadion, das jedoch auch etwas ab vom Schuss liegt. Wie auch immer, hier der eigentliche Tipp: Was man wissen sollte, auch wenn es auf dem Kombiticket geschrieben steht:: Der Einlass gilt nur EIN EINZIGES MAL je Drehkreuz! Das sollte man wissen bevor man seine Touren plant oder wenn man vor hat etwas bei Sonnenauf- und untergang zu besuchen…

Nördlich der Akropolis findet man die berühmte Agora. Dieser Ort war mehr als nur der alte Handels- und Marktplatz, vom dem nur noch Ruinen, Grundmauern, die Stoa (eine Art Markthalle) und der Tempel des Hephaistos zu erkennen sind. Hier wurden neben dem Handel auch Volksabstimmungen abgehalten und Politik gelebt wenngleich die Politik auf der Pnyx einen weit höheren Stellenwert einnahm. Auch heute noch möchte man meinen, dass die Historie der Agora im näheren Umfeld spürbar ist. So waren wir unweit auf dem belebten Monastiraki Square (auf dem man gut auf seine Wertsachen achten sollte. Mehr als sonst!), um einige griechische Spezialitäten zu Verspeisen.

Plötzlich liefen an unserem Tisch (draußen) ein Dutzend Polizisten in Kampfausrüstung mit Helm und Schild auf den Platz. Minuten lang passierte nichts, dann wurde es laut und ein roter Lichtschein waberte aus einer Gasse heraus. Demonstranten, Bengalische Feuer, Unruhe in der Menge auf dem Square. Dann ist nichts passiert. Oder vielleicht doch? Menschen gerieten in Panik. Einige rannten weg von dem Platz, wieder an unserem Tisch vorbei. Ein Blick in die Augen der Kellner verreit uns, wir haben nichts zu befürchten. Und Tatsächlich, es passierte nichts, außer, dass die Polizei nach weiteren 10 Minuten abzog. Zwischenzeitlich kam auch einer der Köche unseres Restaurants hinaus. Er erzählte uns, dass es sich um Studenten handelte, die schon am Tag zuvor am Parlament mit Molotowcocktails geworfen hätten. Offenbar traten sie für eine wichtige Sache ein. Welche? Das konnten wir auch am Folgetag nicht herausfinden. Aber das Essen war übrigens ganz ausgezeichnet! [Album]


Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios erste Fahrt (Tag 1/3)

Athen, in Attika, in Griechenland, in Europa, auf Gaja, ist eine große Stadt. Alle Bezirke Athens einbezogen kommt die Hauptstadt aktuell auf 3,8 Millionen Einwohner und ist damit etwa so groß wie unser Stadtstaat Berlin. Touristenfreundlicher ist Athen jedoch, weil ca. 90% der typischen Sehenswürdigkeiten im direkten Zentrum der Stadt liegen. Fußwege von Einer zur Nächsten dauern selten länger als 10 oder 15 Minuten.

Klimatisch gab sich der späte Oktober angenehm bis frisch zwischen 23°C bei heiterem Sonnenschein bis 16°C in der Nacht. Perfekte Bedingungen um hier und da an einem der unzähligen Kioske ein kühles Biera zu kaufen und damit auf der Suche nach Fotomotiven durch die Straßen zu schlendern. Öffentlicher Alkoholkonsum ist hier ausdrücklich gestattet, vor allem, wenn es sich um Wein handelt! Bier ist aber auch okay. Es ist jedoch nicht so, als würde diese Freiheit von Einheimischen oder Touristen ausgiebig gelebt werden.

Höhepunkte gab es hingegen gleich mehrere. Als Erhebungen seien da die 150m Meter hohe Akropolis und der 300m hohe Berg Lykavittos zu nennen. Letzterer gebietet durch seine Höhe einen grandiosen Ausblick. Sollte man nicht per Gondel auf den Berg fahren, empfiehlt es sich Getränke einzupacken. Man kann sich leider nicht darauf verlassen am Wegesrand beim Aufstieg eine nette, alte Griechin anzutreffen, die einem entweder warmes oder gefrorenes Bier verkauft. Sowas soll aber schon vorgekommen sein. Der Fußweg lohnt sich, denn man trifft Unterwegs auf Soldaten, Schildkröten, Katzen und allerlei Details, die man bei der Gondelfahrt verpassen würde. [Album]


Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios kommt gut an (Tag 0/3)

So eine Flugreise ist zwar nicht gerade Klimaneutral, aber aktuell der schnellste Weg. Ach, wie sehr wünsch ich mir die Teleportationstechnik herbei oder wenigstens die Hyperloops. Am Flughafen angekommen, empfing uns ein sehr freundlicher, wenn auch verschwiegener Taxifahrer. Laut dem Schild, das er in der Hand hielt, hieß er zufällig genau so wie unser Hotel in Athen. Komisch. So ein griechisches Taxi ist beinahe genauso schnell wie ein Flugzeug. Hätten wir das gewusst, wären wir auch mit dem Taxi ab Deutschland gefahren und hätten das Klima geschont. Im Hotel eingecheckt, Koffer auf die Betten geworfen, runter und ab in die Stadt.

Restaurants und Bars waren lebhaft gefüllt, Straßen für Hauptstadterwartungen ziemlich eng und Fußwege manchmal nicht vorhanden. An jeder Ecke oder alle 50m entlang einer Straße stand ein kleiner Kiosk, einer so identisch wie der Nächste und das war gut! Denn der Erste hatte kühles Bier. Damit spaziert es sich gleich viel freudiger.

Was sagte der Taxifahrer, das Parlament ist gleich in der Nähe und davor ist ein großer Platz mit beleuchtetem Brunnen (es war ca. 22:00 Uhr bei 20°C)? Das sollte unser erstes Ziel sein. Nachdem das erledigt war und uns die Mägen in den Kniekehlen hingen, musste SCHNELL etwas zu essen her, egal was! ‚Da hinten ist der Colonel.‘ … Gut, warum nicht. Unser erstes griechisches Essen war ein KFC Familieneimer mit Cole Slaw und kalten, wabbeligen Pommes. Zurück im Hotel, bekamen wir den Tipp, dass die Hotelbar noch geöffnet sei. ‚Gute Idee!‘. Diese bot einen einzigartigen Blick auf die beleuchtete Akropolis. Wunderschön!

Die eigentlichen Fotos dieses Abends gibt es nur bei Instagram. Ihr wisst schon, das kleine 2×2 Mosaik oben, links, direkt neben der Überschrift dieses Beitrags. Stöbern erlaubt 👍 Am Sonntagabend, den 09.12. kommt dann endlich das erste Album, also bleibt dran 💪


Eine Reise griechischer Ereignisse – Am Anfang war nichts

Einst war Gaja, die Mutter Erde. Sie gebar Titanen, Kyklopen, Giganten und so Typen mit einhundert Armen. Der Titan Chronos ist der Vater der meisten bekannten griechischen Götter. Zeus, der Herrscher des Olymps und letztes Kind von Chronos, tötete seinen eigenen Vater, um ein gerechterer Herrscher über die Welt zu werden, als es sein Tyrann von Vater war. Doch die Welt war leer. So beauftragte Zeus seinen Bruder Hephaistos, Schmied der Götter, damit, ihm etwas zur Unterhaltung zu schmieden. Hephaistos überlegte lange. Dann kam ihm die Idee etwas wie die Tiere zu erschaffen, nur nach dem Abbild der Götter selbst, aufrecht auf zwei Beinen stehend und weniger behaart als die Tiere, die Griechen.

Die Griechen sind mit unter schon ein unterhaltsames Völkchen. Einige sind sportliche Autofahrer, andere Schimpfen in der Nacht über das, was ihnen vor die Augen kommt. Bei Letzterem darf der Anteil des Wortes ‚Malakka‘ nicht weniger als 50% aller ausgesprochenen Worte ausmachen. Und viele Griechen, hier im Besonderen Athener, sind SEHR Freundlich, hilfsbereit, wie auch der englischen Sprache mächtig.

Junge Griechen sind im Übrigen stolz wie Bolle, sollten sie bei der Militärparade am ‚Sage nein‘-Tag mitlaufen dürfen. Dieser Tag wird gefeiert, weil sich Griechenland einst Mussolinis Forderung widersetzte Bereiche des Landes als strategische Stützpunkte zu nutzen. Als Reaktion auf dieses ‚Nein!‘ konnte Mussolini zwar nichts ausrichten, aber die Deutschen griffen den Italienern unter die Arme und schon war Griechenland am 2. Weltkrieg beteiligt.

Früher haben die Menschen die Götter belustigt, heute belustigen uns Menschen die Götter. Darum flogen wir Ende Oktober für drei Tage nicht zum Olymp, sondern nach Athen, um uns zu belustigen, Fotos zu schießen, Bier, Wein und Ouzo zu trinken und gut zu essen. Weil man auch nicht alle Tage nach Athen reist, haben wir keine Zeit vergeudet, wodurch viele Fotos entstanden. Daher komme ich nicht drum herum diese Reise in mehrere Beiträge aufzuteilen. Euch erwarten Tipps, Lebensweisheiten, Geheimnisse und Phantastisches. Die Fotos sind schon fertig und vorzeigbar. Daher wird die Reise auch Schlag auf Schlag abgearbeitet, lange Pausen wird es nicht geben!


Wer hat den Thürschlüssel versteckt?

Ich komme nicht rein. Wo ist denn nun der Thürschlüssel? Das ist mein Ernst, hinter der Thür sind nämlich noch ein paar Fotos… Da spielt mir jemand einen Streich, anders kann es nicht sein. Na sicher! Die Sicherheit gibt mir eine Erkenntnis, denn ich vermisse Fotos. Fotos von Ostern. Fotos von Ostern 2018 in oder aus Thüringen.

Ja, ja, ja. Mir ist bekannt, dass Thüringen einen Ruf hat .. und trotzdem waren wir dort. Dem Ruf nach gibt es dort die weltbesten Thüringer Rostbratwürste (nicht nur Bratwürste, nicht nur Thüringer Bratwürste, sondern echte Thüringer Rostbratwürste!), holzgearbeiteten Winter- und Weihnachtsschmuck, mundgeblasenes Glas von höchster Güte und dunkle und märchenhafte Wälder.

Dieses Bundesland, in dem der Kindergarten erfunden wurde, ist wie auch Bayern, ein Freistaat. Leider leidet es, trotz seiner hervorragenden Thüringer Klöße, unter einer Fremdenfeindlichkeit, die sehr laut ist und sehr viel der Aufmerksamkeit für dieses Bundesland auf sich zieht. Vielleicht liegt es daran, dass Thüringen sich eine Landesgrenze mit Sachsen teilt, vielleicht daran, dass Thüringer Eingeborene lauter sind als der Durchschnitt oder die leisen Thüringer sind in Wirklichkeit in der Überzahl, haben jedoch kein Internet oder TV und wissen gar nicht wie laut einige sind. Niemand weiß es..

Auf dem Weg in die Landeshauptstadt Erfurt machten wir Halt in Eisenach. Dort thront die Wartburg, auf der alle Platz hatten, über der Stadt. Noch bevor man den Parkplatz erreicht bekommt ihr die Chance eine echte Thüringer Rostbratwurst zu essen, so wie es sich gehört serviert in einem Doppelbrötchen. Erfurt diente uns als zentrales Hauptquartier, mit ausgesprochen guter Internetanbindung (>100 Mbit/s). Von dort konnten wir super Gotha, Weimar und Erfurt erreichen. Clever muss man sein!

Mein Kopf glüht gerade auf bei dem Versuche, sich an Empfehlungen zu erinnern. Zwei derer fallen mir spontan wieder ein: 1. Wer gutes koreanisches Essen essen will, geht zu Bap & Bap und hat etwas Glück im Gepäck. 2. Wer einen guten Döner essen will, sollte den kurdischen Döner (er heißt leider so, da kann ich nichts machen) in der Nähe der Allerheiligenkirche meiden. Übrigens ist es überraschend, wie wenig Gastronomie am Osterwochenende Nachts geöffnet bleibt. Dieser Umstand führte dazu, dass ich euch die Empfehlung für diesen Dönerladen geben kann, denn, dieser hatte als einziger noch offen.

Lange Rede (einmal mehr).. Erfurt lohnt sich, Weimar lohnt sich sehr, Gotha .. Gotha .. In Gotha haben wir einen guten Döner gegessen. Euch mag es schon aufgefallen sein, der Hunger bestimmt gerade den Inhalt dieses Beitrags. Darum wird nicht weiter herumgeschwafelt. Hier geht es zum Album, über irgend eins der Fotos (wie immer) zur ‚Diashow‘. Haut rein.


 


Eine verflixte Busfahrt, vor allem die Zweite!

Jeder weiß von der Statue des heiligen Nepomuk auf der berühmten Karlsbrücke, die man, um sich etwas zu wünschen, anfassen soll. Am warscheinlichsten soll es sein, so heißt es, sich zu wünschen erneut nach Prag zu kommen, in die goldene Stadt Zentraleuropas. Nun kommt der Bumerang, aus der Vergangenheit kommt er! Denn: Letztes Mal in Prag habe ich die Statue NICHT berührt und es dennoch geschafft wiederzukommen!

Nach Prag geschafft klingt nach viel Anstrengung, dabei war es ganz einfach. Nachts ab in den Bus, morgens raus aus dem Bus, angekommen. Kein Autofahren, ruhig pennen, alle die mitkommen sitzen beieinander, gut genutzte Zeit, eine bis zwei Übernachtungen weniger (also Geld/Zeit gespart) – Alles Perfekt!

Offen Neues ausprobieren ist niemals falsch. Doch war meine Erwartungshaltung an so eine Busfahrt .. Naja, ich hätte mich vielleicht Informieren sollen was mich erwartet. Ich dachte ich wüsste was mich erwartet, denn so eine Reise kann doch nicht so anders sein, als 8 Stunden nach Paris!? Unabhängig vom Busunternehmen lautet mein Tipp: Leute, informiert euch, reserviert Plätze oder was auch immer! Wenn ein Bus so voll ist, dass ihr nicht weg könnt, kann so eine Busfahrt von 8 Stunden sehr unangenehm werden. Laute und asoziale Fahrgäste sind eine Sache, kotzende sind eine Andere. Müdigkeit reicht manchmal nicht aus um sowas verschlafen zu können. So! Nächstes Thema.

Hundemüde morgens 6:30 Uhr in Prag. Was macht man da? Kneipen haben frühstens ab 10 Uhr geöffnet, also galt es irgendwie 3,5 Stunden rum zubekommen, bis wir uns die Kehlen befeuchten konnten. Anlaufstelle Nummer 1 zu dieser Uhrzeit, wenn wir es gewusst hätten, die Karlsbrücke. Weil wir es jedoch nicht wussten: Geld holen, dann Starbucks. Fertig, wie spät ist das? 7 Uhr. Die Straßen und Plätze sind zu dieser Zeit fast leer gefegt. Hier und da sieht man ein asiatisches Hochzeitspaar, das von mindestens super-lässigen Fotografen mit Sonnenbrille begleitet wird. Doch davon abgesehen ist wenig los und es gibt freie Bahn für atemberaubende Fotos! Oder zumindest halbwegs okay-e Fotos 😉

Irgendwie bekommt man die Zeit schon rum, keine Sorge. Es ist fast egal wohin man geht, überall gibt es etwas zu entdecken. Das ist mein Ernst! Im Stadtkern ist natürlich viel von dem zu finden, was man schon einmal irgendwo gesehen hat, aber es lohnt sich nicht nur auf die bekannten Dinge und Ort zu achten.

Tag 2: Regen (vormittags). Konsequenz: Pivo und Gulasch. Gulaschsuppe, Gulasch mit Knödeln, Gulasch aus Rind oder Schwein. Viele sind gut, doch manche sind ausgezeichnet! Das Bier ist überall gut, und weil das so ist halten wir uns an eine Regel. Eine einzige Regel, die für jeden Urlaub oder Ausflug gilt: Nur ein Bier pro Kneipe. Denkt mal darüber nach… Und wenn ihr fertig seid, surft mal bei SL-Punkt vorbei, mit dem ich zwei volle Tage in Prag gewesen bin. Hier geht es zum Album. Auf bald.


 


Red‘ doch nicht alles schlecht

Vollmündige Versprechen sind in meinem Blog an der Tagesordnung. So auch zuletzt vor neun Monaten, als der bis dato letzte Eintrag von mir entstand. Musik und Videos wurden damals versprochen oder zumindest die Ankündigung gemacht, dass es solche Dinge von nun an geben werde. Bei diesem Statement bleibt es auch vorerst, doch den Fokus lasse ich vorerst bei der Fotografie.

Wir erinnern uns heute, an einem schönen Frühlingstag im Mai 2018, an den mäßig-kalten Februar diesen Jahres. Wenn auch schon wieder eine Zeit vergangen ist, weiß ich noch genau das es diesen Winter sogar Schnee gab! Das besondere dran ist der Breitengrad in dem ich lebe. Hier hat man Angst vor dem Klimawandel. Entweder gibt es keinen Schnee oder es gibt Schnee und alle haben Angst vor der Schneeschmelze, weil dann das eine oder andere Dorf um Umland überschwemmt wird. Die Furcht vor einer herannahenden Nordsee wiederum ist noch nicht so populär.

Warum immer nur Angst haben, wenn Schnee und Winter do auch sooo romantisch sein können? Eine flache, norddeutsche Schneelandschaft ist jetzt persé nicht schön, Berge machen da etwas mehr her. Die nächsten halbwegs ernstzunehmenden Berge in Norddeutschland findet man im Hartz. Oh, im Harz natürtlich. Und wenn ich schon korrigieren muss, dann soll auch erwähnt sein, dass Norddeutschland hier, in diesem Blog, die nördliche Hälfte von Deutschland ist. Sprich alles nördlich von Kassel. Alles südlich von Kassel.., Ihr dürft drei Mal raten 😉

Harz, Schnee, Romantik. Gut! Was lässt sich damit anstellen? Drohnen sind noch immer überall im Harz verboten, schade. Bleibt nur die Erkundung zu Fuß oder mit bodenständigeren Vehikeln. Da man auf den eigenen zwei Beinen mehr sieht, fiel die Entscheidung leicht. Das Motiv, eines der Vehikel mit denen man hätte reisen können, die Harzer Schmalspurbahn. Eine alte, romantische Dampflokomotive, die so authentisch wie möglich in Schuss gehalten wird.

Weitere Infos zu unserem Ausflug findet Ihr nicht hier, aber bei SL-Punkt, der seinen Beitrag schon lange fertiggestellt hat. Vorbeisurfen lohnt! Und wenn Ihr wieder hier seid, dann gelangt ihr über eines der Fotos zum Anfang der Galerie oder hier entlang zur Albumübersicht: Album. Bis bald.


 


Naddel!

Gut Ding will Weile haben sagte einst ein träger Mann. Wein und Whisky brauchen Zeit, um in Holzfässern zu reifen, Metallfässer tragen nicht zum Reifeprozess bei. Metall ist es jedoch, das meine Fotos reifen lässt. Genaugenommen ist es eine Kombination aus Magnesiumlegierungen, die mit Eisenoxid überzogen sind und Silizium, das genau an den richtigen Stellen oxidiert wurde. Diese Mischung bringt meine Bilder so richtig zur Geltung!

Vorsicht ist geboten! Schnell verfällt man der Gier seine Fotos und Videos (oder was auch immer) noch und noch länger reifen zu lassen. Und wieder greife ich zu der Analogie mit Wein und Whisky, denn wie diese Beiden werden auch Daten bei unendlicher Reifung nicht unendlich viel besser; im Gegenteil! Sie können verderben und ungenießbar werden.

Entschuldigung. Nach der häufigen Erwähnung von ‚Whisky‘ lief mir das Wasser im Munde zusammen. Wen es interessiert, es gibt einen sommerlichen, wie auch maritimen Talisker 10y (ja, ich habe tatsächlich noch eine Flasche davon!). An dieser Stelle beginne ich schon Mal eine Entschuldigung vorzubereiten, sogar hiermit auszusprechen: Verzeihung. Denn mit sinkendem Whisky-Pegel in meinem Glas, mit jeder Zeile Text, mit immer mehr Abstand zur Überschrift sinkt ein imaginäres Niveau und wir alle fragen uns, warum ich nach Naddel gerufen habe. Keine Sorge, der deutsche Hauptvertreter für Camp David Klamotten bin ich nicht und er hat den Blog auch nicht eingekauft. #NochMalGlückGehabt. ABER wie auch jener Mann, war ich schon mal in Verona.

Die Entschuldigung ist schon weiter oben ausgesprochen, also machen wir weiter. Verona! Diese, ja schöne, Stadt ist nicht unweit vom süd-östlichen Ende des Gardasees gelegen. Ihr dachtet sicherlich schon das Kolosseum steht in Rom, was nicht falsch ist. Doch es gibt noch mehr davon. Zugegeben, nicht alle sind so groß und technisch raffiniert wie das in Rom, dafür ist das eine in Verona besser in Schuss, wie ihr seht. Hier und da wird gebaut oder restauriert, das ist unerlässlich in so einer Stadt.

Ich fühle mich noch immer schuldig für den miesen Gag weiter oben, dabei habe ich mich sogar schon entschuldigt. Auch weiß ich sicher, dass ihr mir schon längst verziehen habt und doch .. sollte ich es wieder gut machen. Vielleicht mit historischen Details? Ausnahmsweise mit korrekten historischen Daten und Fakten? Trump ist noch immer amerikanischer Präsident, Fakten will also niemand. Soll ich über wahre Vorkommnisse berichten die passiert sind? Erdoğan ist noch immer „Präsident“ der Türkei, die Wahrheit will also auch niemand hören. Warum eigentlich schweife ich immer wieder in die Politik ab? Die interessiert mich doch gar nicht?!

Reden hilft, stelle ich fest. Die erste Feststellung: Offenbar bin ich so ein durchschnittspolitischer „macht doch was Ihr wollt, aber lasst mich in Ruhe und sorgt dafür, dass ich gutes Leben habe“-Typ. Gut. Die Zweite: Wo ist mein Paket, das ich vorgestern bestellt habe! Und drittens: Warum ist der Whisky leer? Sollte mir der Whisky gerade eine Lektion erteilen? Sowas wie: „Wenn du etwas willst, dann tu‘ auch was dafür!“ oder „Anstatt dich zu beschweren, tu‘ etwas dagegen!“? Mir gefällt die Reise nicht auf die mich mein Unterbewusstsein schickt :/

Ob es hilft wegzulaufen? Ich probiere es! Schaut euch die (zum Teil) schönen Bilder aus Verona an, die nun ein Jahr lang auf meiner Festplatte versauert sind! Aus ihnen ist nur etwas geworden, weil ich mich zu etwas durchgerungen habe: Prioritäten zu setzen und meinem alten Schweinehund ein paar neue Tricks beizubringen! Das war gar nicht so schwer wie anfangs gedacht. … Hm, das klingt wenig nach Weglaufen oder flüchten. Es ist die Flucht nach vorn, anders kann es nicht sein! Besser sein als der Typ der man gestern war! Die Erde dreht sich, die Zeit läuft, das Universum expandiert und jeder macht irgendwas. Warum sollte ich also stehen bleiben?

Doch bei aller spontanen Motivation, die Füße müssen auch mal hochgelegt werden. In diesem Sinne. Hier im Blog wird es weitergehen. Die Regelmäßigkeit wird sich vielleicht nicht verändern, aber es geht weiter. Und Ihr geht jetzt ohne weiteren Umweg zur Galerie, indem wie immer ein beliebiges Foto angeklickt/tippt/touched wird. Zur Albumübersicht geht es hier entlang: Album. Danke fürs vorbeischauen und bis zum nächsten Mal.