Landschaftsfotoarchitektur – Fotoblog

Beiträge mit Schlagwort “Sommer

Naddel!

Gut Ding will Weile haben sagte einst ein träger Mann. Wein und Whisky brauchen Zeit, um in Holzfässern zu reifen, Metallfässer tragen nicht zum Reifeprozess bei. Metall ist es jedoch, das meine Fotos reifen lässt. Genaugenommen ist es eine Kombination aus Magnesiumlegierungen, die mit Eisenoxid überzogen sind und Silizium, das genau an den richtigen Stellen oxidiert wurde. Diese Mischung bringt meine Bilder so richtig zur Geltung!

Vorsicht ist geboten! Schnell verfällt man der Gier seine Fotos und Videos (oder was auch immer) noch und noch länger reifen zu lassen. Und wieder greife ich zu der Analogie mit Wein und Whisky, denn wie diese Beiden werden auch Daten bei unendlicher Reifung nicht unendlich viel besser; im Gegenteil! Sie können verderben und ungenießbar werden.

Entschuldigung. Nach der häufigen Erwähnung von ‚Whisky‘ lief mir das Wasser im Munde zusammen. Wen es interessiert, es gibt einen sommerlichen, wie auch maritimen Talisker 10y (ja, ich habe tatsächlich noch eine Flasche davon!). An dieser Stelle beginne ich schon Mal eine Entschuldigung vorzubereiten, sogar hiermit auszusprechen: Verzeihung. Denn mit sinkendem Whisky-Pegel in meinem Glas, mit jeder Zeile Text, mit immer mehr Abstand zur Überschrift sinkt ein imaginäres Niveau und wir alle fragen uns, warum ich nach Naddel gerufen habe. Keine Sorge, der deutsche Hauptvertreter für Camp David Klamotten bin ich nicht und er hat den Blog auch nicht eingekauft. #NochMalGlückGehabt. ABER wie auch jener Mann, war ich schon mal in Verona.

Die Entschuldigung ist schon weiter oben ausgesprochen, also machen wir weiter. Verona! Diese, ja schöne, Stadt ist nicht unweit vom süd-östlichen Ende des Gardasees gelegen. Ihr dachtet sicherlich schon das Kolosseum steht in Rom, was nicht falsch ist. Doch es gibt noch mehr davon. Zugegeben, nicht alle sind so groß und technisch raffiniert wie das in Rom, dafür ist das eine in Verona besser in Schuss, wie ihr seht. Hier und da wird gebaut oder restauriert, das ist unerlässlich in so einer Stadt.

Ich fühle mich noch immer schuldig für den miesen Gag weiter oben, dabei habe ich mich sogar schon entschuldigt. Auch weiß ich sicher, dass ihr mir schon längst verziehen habt und doch .. sollte ich es wieder gut machen. Vielleicht mit historischen Details? Ausnahmsweise mit korrekten historischen Daten und Fakten? Trump ist noch immer amerikanischer Präsident, Fakten will also niemand. Soll ich über wahre Vorkommnisse berichten die passiert sind? Erdoğan ist noch immer „Präsident“ der Türkei, die Wahrheit will also auch niemand hören. Warum eigentlich schweife ich immer wieder in die Politik ab? Die interessiert mich doch gar nicht?!

Reden hilft, stelle ich fest. Die erste Feststellung: Offenbar bin ich so ein durchschnittspolitischer „macht doch was Ihr wollt, aber lasst mich in Ruhe und sorgt dafür, dass ich gutes Leben habe“-Typ. Gut. Die Zweite: Wo ist mein Paket, das ich vorgestern bestellt habe! Und drittens: Warum ist der Whisky leer? Sollte mir der Whisky gerade eine Lektion erteilen? Sowas wie: „Wenn du etwas willst, dann tu‘ auch was dafür!“ oder „Anstatt dich zu beschweren, tu‘ etwas dagegen!“? Mir gefällt die Reise nicht auf die mich mein Unterbewusstsein schickt :/

Ob es hilft wegzulaufen? Ich probiere es! Schaut euch die (zum Teil) schönen Bilder aus Verona an, die nun ein Jahr lang auf meiner Festplatte versauert sind! Aus ihnen ist nur etwas geworden, weil ich mich zu etwas durchgerungen habe: Prioritäten zu setzen und meinem alten Schweinehund ein paar neue Tricks beizubringen! Das war gar nicht so schwer wie anfangs gedacht. … Hm, das klingt wenig nach Weglaufen oder flüchten. Es ist die Flucht nach vorn, anders kann es nicht sein! Besser sein als der Typ der man gestern war! Die Erde dreht sich, die Zeit läuft, das Universum expandiert und jeder macht irgendwas. Warum sollte ich also stehen bleiben?

Doch bei aller spontanen Motivation, die Füße müssen auch mal hochgelegt werden. In diesem Sinne. Hier im Blog wird es weitergehen. Die Regelmäßigkeit wird sich vielleicht nicht verändern, aber es geht weiter. Und Ihr geht jetzt ohne weiteren Umweg zur Galerie, indem wie immer ein beliebiges Foto angeklickt/tippt/touched wird. Zur Albumübersicht geht es hier entlang: Album. Danke fürs vorbeischauen und bis zum nächsten Mal.


 


Panoramalamadingdong

Im Juli 2016 war ich am Gardasee. Obwohl das nun schon 7 Monate her ist, erinnere mich auch heute noch nur zu gerne daran. Um so besser, dass mein Vergangenheits-Ich manchmal nicht ganz so fleißig ist. Denn dadurch hat mein Gegenwarts-Ich die Chance, die Landschaften des Gardasees noch einmal in voller Pracht zu erleben.. und ihr auch!

Die volle Pracht also, wo findet man die? Wenn man nicht weiter weiß, dann geht man entweder zum Anfang zurück oder weit nach oben. Am Anfang war es dunkel, Blitze zuckten und der Donner grollte über den See – keine gute Idee um ‚die volle Pracht‘ zu finden. Na dann, hoch hinaus!

Hoch hinaus also… Hm, hoch… Jetzt bräuchten wir einen richtig großen, hohen, dominanten, massiven – ach, was verzettele ich mich hier mit unnötig vielen Adjektiven – einen fetten Berg! So! Weil wir in Italien sind, übersetzten wir noch den ‚fetten Berg‘ schnell in die landestypische Sprache und zack, stehen wir auf dem Monte Baldo, um eine unvergessliche Aussicht auf den Gardasee zu erleben.

Voll fett ist übrigens auch, dass man mit einer großen Gondel ganz einfach und Kaloriensparsam auf den fetten Berg hinauf kommt. Das Einzige was dazu notwendig ist, ist Geduld, viel davon! Bis zu 2 Stunden.. Vielleicht reicht auch eine gute Vorausplanung oder frühes Aufstehen, aber das halte ich für ein Gerücht.

Der Berg und sein Panorama sind nun schon ganz schön schön. Nur das Dumme daran ist, dass man auf 2200m Höhe zu Fuß nicht so gut vorankommt wie man gerne möchte (zumindest als Flachlandbewohner). Was tun, wenn es noch mehr Panorama sein soll? Runter vom Berg, ab ins Auto und/oder die Fähre und rauf auf den nächstbesten Turm! Zufällig gibt es einen Solchen am südlichen Ende des Sees auf einer Halbinsel im Örtchen Sirmione. Sehr schön!

Ein Turm? Da steht ein Turm einfach so in der Gegend herum? Natürlich nicht! Der Turm ist Teil der Castello Scaligero (eine Burg, die der Stadtherr von Verona im 13. Jahrhundert zusammenklöppeln lies), ist laut Wikipedia 47 Meter hoch (selbst hätte ich ihn auf nur 45 Meter geschätzt) und das Wichtigste, er bietet einen formidablen Rundumblick und ein wunderschönes, wer hätte es gedacht, Panorama!!! Obacht hier oben, denn ein Glockenturm ist auf direkter Trommelfellhöhe und kann, je nach Uhrzeit, für etwas frischen Wind im Oberstübchen sorgen. … Panorama und Dingdong, sehr authentisch!

Zur Galerie geht es wie immer über ein beliebiges Foto, zur Albumübersicht geht es hier entlang: Album. Danke fürs vorbeischauen und bis zum nächsten Mal. P.S.: Die Fotos mögen zwar schon ganz nett aussehen, die Empfehlung des Tages lautet trotzdem: Selbst und live erleben, das ist es wirklich wert!


Meditieren unterm Wasserfall und dann Drogen nehmen bis man wieder klar kommt

Der Titel dieses Eintrags lautet gerade noch -To be done-. Ich weiß also noch nicht worauf ich hinaus will, wohin die Reise geht weiß ich allerdings sehr genau. Heute machen wir einen weiteren Abstecher nach Italien an den Gardasee. Was liegt in einer grauen Weihnachtszeit mit viel Regen und wenig Schnee näher, als sich zu wünschen in den Süden zu verreisen und etwas Sonne zu haschen. Um es genau zu sagen besuchen wir heute Vormittag die Parco Grotta Cascata Varone und danach nach geht es zum Il Vittorale degli Italiani.

Die Wasserfallgrotte ist definitiv ein perfektes Ausflugsziel an unerträglich heißen Tagen, wenngleich man nach spätestens einer Stunde auch schon alles gesehen hat.. Hier stürzt sich der tosende Wasserfall, namentlich ‚Cascata di Varone‘, in eine Grotte, die er über Jahrzehnte immer weiter ausspült. Im Bereich der Grotte fällt und fließt das erfrischende Nass dabei etwa 100 Meter in die Tiefe. Wie warm auch immer es draußen ist, in der Nähe der Wasserfallkaskade ist es angenehm kühl.

Il Vittoriale, was auf Deutsch so viel bedeutet wie ‚der Vittoriale‘, heiß eigentlich ‚Vittoriale degli italiani‘ und war einst der exzentrische Wohnsitz eines total bodenständigen Schriftstellers. Wer das nun nicht glauben will, soll eines Besseren belehrt werden. Der feine Herr Gabriele D’Annunzio saß eines schönen Abends mit dem Architekten Giancarlo Maroni am Gardasee, den Sonnenuntergang betrachtend, bei – es kann niemals Wein gewesen sein, denn die Beiden sind total ausgeflippt oder waren high! – bei .. vielleicht doch bei einer Flasche Wein und einer besonderen Pizza Magic-Funghi.

Sich eine große Hütte zu bauen ist keine Überraschung, sondern ganz normal. Dazu sucht man sich selbstverständlich ein großes Grundstück aus, denn jeder weiß: Kunst braucht Platz!

Leider war das Grundstück so groß, dass es nun recht leer wirkte. Was macht man, man baut sich ein Amphitheater in den südlichen Garten. Da es Richtung Norden auch sehr freiräumig wirkte und man einem alten Freund noch einen Gefallen schuldete, wurde dort ein Mausoleum errichtet. Im Osten war am Ende eines natürlichen Bachlaufes noch Platz für eine Chilloutzone mit Cocktails, Brunnen und Wasserspielen. Ich erinnere gern daran, der Bauherr war Autor! Nunja.. Das alles war schon schön, aber wo blieb die Extravaganz?

1923 half die italienische Marine diese Lücke zu schließen. Sie schenkte dem Autoren ein Kriegsschiff, die Puglia. Natürlich war es nach der Anlieferung nicht mehr Seetauglich oder Kampffähig. Vielleicht war die Ursache dessen jedoch der Ort an dem das Schiff seit diesen Tagen vor Anker liegt. Nicht im Gardasee, nicht im Bachlauf oder dem Brunnen und ebenso wenig in der Badewanne; Dafür war es freilich zu groß. Die Puglia liegt auf einem Berg, direkt neben der Villa in 130m Höhe.

Mittlerweile habe ich eine Idee, wie der Titel dieses Blogeintrags lauten könnte. Manchmal erkennt man sein Werk erst nachdem es fertig geworden ist. Danke fürs vorbeikommen und bis zum nächsten Mal. Vergesst nicht auf (irgend)eines der Bilder zu klicken! Wer nicht will kommt hier zum Album. Ciao.


Ein Pfund Regen im Linksverkehr – London [2016]

Das Hotel ist gebucht, die Oyster Card (für Öffis) ist schon bezahlt und das Taxi zum Flughafen steht bereit. Nichts kann schiefgehen, gar nichts! Aber dann stellt sich heraus, dass man mit British Airways fliegt und sich der Abflug um 2 Stunden verzögert. Ich erspare mir von den Details, wie technischen Problemen, fehlenden Ersatzteilen und unnormalen Triebwerksgeräuschen zu berichten, denn am Ende sind doch alle Lebendig im englischen London angekommen.
Ahhh London. Das erste womit man in England konfrontiert wird, ist die Erkenntnis, dass der Perso nicht der Passport, sondern die ID Card ist. Sowas kann ja mal passieren, wenn plötzlich alle unverständlich daher brabbeln und auf der falschen Straßenseite fahren. Zur Beruhigung sollte man in so einem Moment ein kühles Bierchen (ja!, in England gibt es auch kühles Bier) genießen.

Das Bier hat wie erwartet funktioniert. Als nächstes galt es das Hotel zu suchen, um dort das Gepäck abzuladen. Gesagt, getan. Und jetzt? Mit der Piccadillyline-Underground-Tube ab in die Innenstadt zum Piccadilly Circus (quasi der New Yorker Times Square in klein) und irgendwas essen. Zum Glück für uns ist das genau die richtige Gegend für Streetfoodfestivals und Pubs. Nach der Verköstigung einiger speziell ausgewählter, hiesiger Ales war es dann auch irgendwann Zeit noch etwas Allgemeinverpflegung für das Hotelzimmer bei Tesco (24/7, auch Sonntags) einzukaufen und den Abend ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen sollte der Urlaub erst wirklich beginnen. Wir haben das Frühstück verschlafen, was, wie sich an den folgenden Tage erst herausstellen sollte, kein all zu großer Verlust sein sollte. Dennoch, die Zeit läuft davon und die Luft war trocken. Wie ein ordentlicher Tourist besucht man natürlich all die bekannten Sightseeing-Hotspots:

Westminster Abbey

House of Lords / Commons / Parliament vor dem ein Löwe auf einem Pferd reitet

und den Dick Ben – Ich glaube der heißt mittlerweile irgendwie anders, aber ihr wisst ja was ich meine.

Der Besuch all dieser alt-ehrwürdigen Gebäude bei prallem Sonnenschein macht, genauso wie die Rekapitulation des Erlebten, durstig. Anstelle nun den gesamten Urlaub auf einmal abzuarbeiten, werde ich diese Aufgabe wohl in drei Teile aufteilen. Der Engländer würde jetzt sagen: I am going to split this trip into three cups of the finest Earl Grey to protect myself from a bloody burnout. Cheers mate!


Ehrgeiz, Spaß und gute Laune. Was macht ein #StudentBoatBattle aus?

Etwa 10 Minuten habe vor dem leeren Editor gesessen und überlegt, was ich wohl schreiben könnte. Der Titel dieses Beitrags steht für mich noch nicht fest. Es ist komisch, dass Ihr zu diesem Zeitpunkt schon mehr wisst als ich.

Komisch war es auch am vergangenen Wochenende (02. August 2014), als in Hannover das Red Bull #StudentBoatBattle veranstaltet wurde. Da ich beim letzten Mal scheinbar nichts gebloggt hatte, hier eine Kurzfassung in der Reihenfolge der Namensgebung:

Student: Studenten aus Hannover bilden Dreierteams, geben sich einen fetzigen Namen und verkleiden sich.

Boat: Jedes Team bekommt ein kleines Ruderboot, zwei Paddel und eine gepolsterte Kampf-Lanze.

Battle: Zwei Teams duellieren sich wie bei einem Tjost. Es gibt eine Vor- und eine K.O.-Runde aus der ein einziges Team als Sieger hervorgeht.

Aber warum das Ganze? Nun… Schaut euch die Bilder an und seht selbst.


Skatecontest: 2erOnFire 2013 [Hannover – Germany]

Ich sag es euch, diese Sakter… Beim letzten Mal habe ich noch erzählt, dass die Kitesurfer in SPO auch als Skater einsortiert werden können. Hier kommt der Beweis warum die Behauptung damals nicht falsch war: Am 03. August 2013 nahm SL-Punkt mich mit zum 2erOnFire Skate Contest in Hannover, auf den uns AkkiFoto erst aufmerksam machte. Die Fotos, die ich hier vorzeigen kann, sind fast ausschließlich vor Beginn des eigentlichen Contests entstanden. Sie sind weitgehend unbearbeitet, also nicht gecropped, hier und da mal als Schwarzweißbild entwickelt und sonst war nur die automatische Tonwertkorrektur aktiv. An der einen oder anderen Stelle habe ich jedoch selbst Hand angelegt, aber wie gesagt, nur selten.

Kitesurfer und Surfer im Allgemeinen sind wie Skateboardfahrer. Sie schlafen lange, fangen erst an irgendwas zu machen sobald sie Lust dazu haben und machen dann eigentlich auch nur was sie wollen.“  So begann ich damit mich beim Kitesurf-World Cup herauszureden, warum auf den Bildern so wenig Action zu sehen war. Beim 2er passt der Satz auch wieder die die Faust auf das Auge des Orga-Teams. Es heißt erst, der Constest findet von 15:00 bis 18:00 Uhr statt. Weil es ein Skater-Contest ist kommt man schon extra eine halbe Stunde später und soll ich dir sagen wann der Contest tatsächlich begann? Rate mal, nur so für dich… Die Antwort kommt in einem der nächsten Absätze.

Das Wetter war eine Wonne! Die Regenwolken vom Vormittag wichen der Sonne und 27°C Lufttemperatur. Es war schon etwas anstrengend auf einem Skaterplatz mit wenig Schatten auszuharren bis der Contest endlich begann. Bis zu diesem Zeitpunkt, den ich jetzt noch immer nicht nennen will, fuhren alle Teilnehmer (gefühlt waren es um die 50) chaotisch, aber ohne Unfälle und Zusammenstöße über den etwa 600 m² großen Platz. Dieser wurde von den Mitgliedern des 2er Skateboarding e.V. selbst erbaut und ist ein Paradies für jeden Skater. Ich bin zwar keiner, aber man konnte deutlich sehen wie viel Spaß die Leute auf ihren Brettern hatten.

Es fuhren natürlich viele junge Kerle, auch junge Frauen und Kinder über den Platz. Alle waren eifrig dabei sich bei, ich wiederhole es nochmal, 27°C aufzuwärmen. Uns wurde es selbst beim Zuschauen schon zu warm. Also musste eine Erfrischung her. Gut, dass es eine Bar?, ein Getränkehäuschen?, ein… na, wo man eben was zu trinken kaufen kann, gab. Es hatte zwei Betonmischer auf dem Dach und eine Diskokugel… Meint ihr man bekommt da eine Cola, Sprite oder Red Bull? Ha! Wasser war noch das normalste im Angebot. Es gab „Bier mit Musik – BUM„, natürlich auch Club-Mate und was weiß ich nicht noch für komisches Hippie- und Hipster-Gesöff. Lecker! Ich gebe dir einen Rat: Wenn du diese Club-Mate irgendwann einmal probieren willst, sorge bloß dafür, dass sie jemand Anderem gehört, sodass du sie nicht austrinken musst. Es wäre schade um das Geld. Andernfalls, sorge dafür einen top-modischen Jutebeutel dabei zu haben (den selbstverständlich kein Anderer haben darf), um nicht dumm da zu stehen, wenn dir Club Mate noch mal durch den Kopf geht. Es stimmt was die Leute über den Geschmack sagen!

Wo war ich eigentlich? Wir mussten also, obwohl wir etwas später kamen, noch eine Weile auf den Contest warten. Also zückten wir die Fotokanonen und ballerten drauf los. Und hey, die Zeit verflog wie beim Briefmarkensammeln, sodass wir fast den Start des Contests verpasst hätten. Eine Ansage verkündete die Startzeit, 18:00 Uhr! Hehehe, es sind eben Skater… Der Start war letztendlich um 18:20 Uhr. Na, zum Glück mussten wir nur 3 Stunden warten.

Weil am Abend noch gegrillt werden sollte, fuhren wir dann Pünktlich um halb sieben wieder ‚gen Heimat. Darum gibt es vom Contest bei mir keine erkennbaren Bilder zu sehen. So einfach kann das sein. Ich muss dazu jedoch sagen, dass das Aufwärmtraining um einiges spannender war als der Contest. Ich stelle die Fotos mal unter das Thema „Airtime“. Das könnte ganz gut passen.

Damit wünsche ich viel Spaß mit der Galerie und ich bedanke mich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast den ganzen Schmarrn zu lesen! Kommendes Wochenende werde ich das M’Era Luna Festival besuchen, aber keine Fotos machen. Ich schaue mal, ob ich dennoch etwas adäquates zu bloggen finde. Bis später.


Schlaraffen-Helgoland

Helgoland ist ein Fleckchen Erde weit draußen auf See. Jeder kennt die Insel, aber niemand nimmt sie so richtig war. Warum auch? Es ist ein nicht mal 2 km² kleiner Felsen, der in zwei bis drei Stunden Fahrzeit mit der Fähre zu erreichen ist. Dazu muss man die offene See passieren und so passiert es einigen, dass sie sich unterwegs eine Tüte Labskaus voll machen, wenn das Wetter nicht mitspielt. Warum also sollte man auf diese Insel wollen oder Notiz von ihr nehmen?

Warum ich dort hingefahren bin? Eine freundliche Einladung schlägt man nicht aus, zumal ich noch nie dort gewesen bin. Windstärke fünf und Regen waren laut der Wettervorhersage angekündigt. Im Heimathafen der Fair Lady schien die Sonne und es war Windstill. Soweit so gut. Nach so und so viel Stunden fahrt ging auf offener See zwar eine Brise, doch gab es keinen Seegang und der Regen ließ ebenfalls auf sich warten. So kamen wir heil, mit vollem Magen und Sonnenbrand auf Helgoland an. Zur Erkundung der kleinen Insel blieben uns vier Stunden. Zeit genug für eine Mittagspause in der Hanse Kogge, mit Bodenständigem und leckerem Essen ohne viel Schnickschnack, trotzdem aber nicht langweilig.

Anschließend begaben wir uns auf die Touristenautobahn, den Klippenrandweg. Der Name ist Programm. Er führt die Touries am Rande der Klippen einmal rund um die Insel. Auf diesem Weg kann man auf kleinen Tafeln geschichtliches zur Insel lesen. Anderswo setzt man sich auf eine der vielen (gepflegten) Bänke und träumt vom Seefahrerleben oder man wird Naturforscher und beobachtet die nistenden Seevögel an den nördlichen Klippen. Läuft man den Weg im Uhrzeigersinn weiter, so findet man den Sandstrand, Kleingärten, das Schwimmbad, das Wohngebiet der etwa 1000 einheimischen Bewohner und gelangt dann wieder an den Ausgangspunkt, der Einkaufs und Restaurant-Meile „Am Falm“, zurück.

Einkaufen, ein Thema für sich auf diesem Eiland und ein Grund warum so viele Leute Helgoland besuchen. Auf der Rückfahrt war das Ausmaß erst erkennbar. Plastiktüten so groß und gefüllt wie sonst nur in der Weihnachtszeit haben die Besucher bei der Abreise wieder an Board geschleppt. Zigaretten, Alkohol und „Markenklamotten“ dominierten hier weit vor den üblichen Souvenirs. Dafür waren wir nicht her gekommen, sondern für ein bisschen Erholung abseits des Alltags. Und dafür ist Helgoland sehr gut geeignet. Die Tagestouristen, vornehmlich älteres Publikum, sind nur von etwa 11 bis 16 Uhr da. Dann herrscht wieder Ruhe auf der Insel.

Auf dem Hinweg konnte ich aufschnappen, dass einige zur Kur kamen. Neben der Insel Helgoland liegt auch eine Düne im Meer. Auf ihr gibt es einen kleinen Flughafen und sonst nur ein paar Bungalows in denen man sich für ein paar Tage einmieten kann. Wenn man dort nicht gezwungen wird sich zu entspannen und von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, dann weiß ich auch nicht weiter. Man kann dort zur Ruhe kommen und endlich mal ein Buch lesen, oder ein Buch schreiben? Die Seeluft tut für den Kur-Anteil ihr übriges.

Die Unterstadt lebt beinahe nur vom Tourismus. Dennoch wirkt Helgoland nicht wie ein touristischer Ort. Es ist eine interessante Balance.. Die Abgeschiedenheit der Insel, beziehungsweise der Weg dort hin, wird dieses System sicher nicht so schnell aus dem Gleichgewicht bringen. So lange die fünf Fährlinien (glaube ich) nicht allesamt ihre Schiffe durch modernere und schnellere Katamarane austauschen, auf denen die Touries nicht so schnell Seekrank werden, könnte Helgoland noch eine Weile so schön und ruhig bleiben wie ich es gesehen habe.

Damit Ihr nun auch etwas zu sehen bekommt, wünsche ich viel Spaß mit der Galerie. Übrigens, ich habe mal wieder etwas neues Ausprobiert. Mir Gefällt es, jetzt, nachdem die erste Verwunderung weg ist. Vielen Dank, dass Ihr die Zeit hattet hier vorbei zu schauen! Und vielen Dank wieder an BSK Spezialkabel. Diesmal ohne Link, denn den habe ich nun auf der rechten Seite als Sponsor eingefügt. So ist es für uns alle leichter. Bis später dann..