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Woher die kleinen Bratwürstchen wirklich kommen – London [2016]

London ist eine der bekanntesten Metropolen weltweit. Millionen von Menschen und noch mal genauso viele Touristen tummeln sich in einer Stadt, die so groß ist, dass sie 10 mal mehr Einwohner als das Saarland hat! London befindet sich seit jeher im Wandel. Einst gegründet von Römern, die diesen Flecken Land Londinium tauften, bis zum heuten Banking-Mekka mit Hochhäusern und deren Glasfassaden. Von dem Vorfall mit zwei unbeugsamen Galliern will Wikipedia aber bis heute nichts wissen..

Wie geht London mit seinen Herausforderungen um? Im großen und ganzen sehr gut. Sonst wäre es nicht das, was es heute ist. Das Underground-Bahnnetz ist spitzenmäßig ausgebaut und mit NFC-Auster-Kartenlesern an den Drehkreuzen der Ein- und Ausgänge top modern ausgestattet! Schaut man sich hingegen die alten Verkabelungen der Underground Tube an, so wird man eher unweigerlich an die Erfindung der Glühlampe erinnert.

Zwar ist Berlin für mich weiterhin die Stadt der Kontraste, doch gibt London sich alle Mühe dieses Prädikat auch für sich zu beanspruchen: Auf der Fahrt von Heathrow in den Londoner Kern sind haufenweise kleine, fast romantische, Vorstadtstraßenzüge von kleinen Häuschen und Reihenhäuschen geprägt, die noch heute alte, analoge Yagiantennen auf dem Dächern tragen. Satellitenschüsseln sind ein seltener Anblick. Wo ist der Kontrast? Egal wo in London man sich bewegt, es gibt flächendeckendes WLAN von verschiedenen Anbietern (z.B. kostenpflichtig von BT, aber auch gratis) und Internetanschlüsse für Zuhause bekommen gleich eine Glasfaserverbindung.

Wenn man sich etwas in London ansieht, dann ist es entweder richtig, richtig alt (wie die Queen) oder ziemlich neu. Neben Stahl, Glas, ergonomischen Formen und moderner Kunst finden sich selbst in der Innenstadt kleine, an Cottages erinnernde, Häuschen. Pubs sehen meist aus, als hätte man sie gerade frisch aus einer Eiche geschnitzt, die schon König Arthur bei seiner Krönung als Stille Zeugen beigewohnt haben.

Noch so ein Kontrast ist die Sauberkeit Londons. London hat mit über 200 Parkanlagen sehr viel ‚Grün‘ zu bieten. Man würde nun erwarten, dass dort die Mülleimer überquellen, hier und da Plastiktüten oder sonstiger Dreck herumliegt. Aber nein! Die Parks sind sauber, wie geleckt quasi. Auch in den Straßen liegt nur sehr selten Müll. Dennoch habe ich von London den Eindruck, diese Stadt sei schmutzig. London ist aufgeräumt, aber nicht sauber. Mülleimer sind nicht voll, aber schmutzig. Die Bürgersteige und Fußgängerzonen sind ordentlich, doch schweift der Blick hier und da mal in eine Gasse oder Seitenstraße: Schmutz, Dreck, Peeke, Ranz. Baukräne, Baugerüste, überall kaputte Felgen und dann noch dieses ekel-braune Brackwasser der Themse..

Mein Ziel war es freilich nicht auf solche negativen Dinge zu achten, sondern auf die Schönen und Gepflegten. Beispiel: Tauben!, sie dürfen in keiner Großstadt fehlen. Tauben sind Feinschmecker, das wissen nur die Wenigsten. Und das ist gleichzeitig der Grund warum die fliegenden Ratten in London kaum zu finden sind. Darum sind weder Gebäude noch Denkmäler oder die Wachen vor dem Buckingham Palast vollgeschissen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind so hergerichtet, dass London sie der Welt mit vollem englischem Stolz vorzeigen kann. Und wie das Vorzeige-London aussieht möchte ich euch gern einmal mehr zeigen. Wie immer führt ein Klick auf eines der Bilder in die Galerie-Diaschau und der folgende Link zur Albumübersicht. Danke das du die Zeit genommen hast! Noch ein Mal, dann ist es geschafft. Bis sehr bald!

 

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P.F. (Post-Faktisch (das sich von P.S. Post-Scriptum ableitet): Ich muss nach kurzer Kreativpause noch einmal auf die Peeke eingehen, die ich weiter oben erwähnte. Urspünglich kannten die Briten Peeke überhaupt nicht. Sie waren nur vertraut mit: Filth, grime, smudge, muck, grot, crud, soil, turf und loam. Doch woher kam die Peeke? Sie wurde aus Norddeutschland, genauer gesagt, Hannover, importiert. Als einst König Arthur und seine Tafelrunde verstorben waren und alle Magie aus dem Land verschwand, begann das dunkle Mittelalter auf der Insel der Rothaarigen. Höhepunkt dessen war der Glückbärchi-König „Richard Löwenherz„, der in der schwersten Stunde des Landes Urlaub auf Jamaika machte.

Ein Anarchist wiedersetzte sich in dieser Zeit einem angesehenen Sheriff und bestahl die Reichen, um diese arm zu machen. Bis heute weiß niemand was er damit bezwecken wollte, doch nachdem die Reichen nun arm geworden waren, schenkte der Anarchist den Armen das gestohlene Gold, der ehemals reichen. So kam in Wirklichkeit auch niemand ernsthaft zu Schaden. Nachdem unzählige Filme, Serien und Zeichentrickfilme produziert waren, kehrte der König aus seinem Urlaub zurück und beglückwünschte Robin zu seinem Erfolg und dem durchdachten Plan. Der Sheriff hingegen hatte Pech, weil er keine Anerkennung für seine Dienste bekam. Und so kam das Pech nach England.

… Was das alles mit der Peeke zu tun hat will ich nun erzählen. Sie kam, wie gesagt, aus Norddeutschland. Denn König Richard ließ übermotiviert verlauten: „Wer fähig ist, mich, den König, zu töten, der ist es wert, ein Ritter zu sein.“. Kurz darauf verstarb der König, Todesursache: Ein Ritter. Nun klaffte ein enormes Machtvakuum auf der einst magischen Insel. Die Lösung des Problems sollte ein Mann sein, der die Macht, als auch die Magie der alten Tage in sich trug. David Copperfield war noch nicht geboren, das Königreich Azeroth oder Myrtana zu weit entfernt. So angelten sich die Engländer Georg den Ersten aus dem kurfürstlichen Hause von Hannover. Nicht umsonst sollte das Königliche Wappen Georgs von einem Löwen und einem Einhorn geziert werden. Der neue König brachte nicht nur eine fünf Generationen andauernde monarchische Diktatur mit sich, sondern auch kleine Bratwürste, schlechten Geschmack, das Barbarentum und die Peeke.

Es tut mir sehr Leid, dass ich so weit ausholen musste. Doch in einer akkuraten geschichtlichen Erzählung darf keine Fassette fehlen oder irgendwie abgewandelt werden. Ich danke ein weiteres Mal für die Zeit, die du dir genommen hast und verabschiede mich hiermit bis zum nächsten und letzten Beitrag zu der zweit-ökonomischsten Stadt der Welt, London.

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Das Elfenufer – Dresden 2014

Weiter geht es auf der OST2014 am Elfenufer in Dresden, das Teil des Dresdener Elbtals ist. So gastfreundlich die Sachsen auch sind, so merkwürdig ist auch ihre Sprache. In einem Landstrich Deutschlands, der regelmäßig überschwemmt wird und, wie der Nil, fruchtbaren Boden nach der Flut hinterlässt, ist dieses schöne Flussufer zu finden.

Die Eingeborenen nennen diesen Fluss Elbe. Eine Elbe (manchmal auch Elbin genannt) beschreibt im dort hiesigen Sprachgebrauch eine Elbenfrau (wie z.B. Arwen oder Galadriel aus Der Herr der Ringe). Aus dem Englischen leitet sich der Begriff Elb oder Elbe vom germanischen Elf oder der Elfe ab. Somit ist schnell geklärt was es mit dem Namen des Elbufers auf sich hat.

Da die Sachsen gerne angeln, fühlen sie sich mit der englischen Begrifflichkeit deutlich wohler und verwenden diese häufiger. Nur aus Solidarität wird der Fluss im restlichen Deutschland auch Elbe anstelle von Elfe genannt.

Aufgrund dieses kaum nachvollziehbaren sprachwissenschaftlichen Hintergrundes reicht die Schönheit des Elbufers allein nicht mehr aus um als UNESCO Welterbe der Menschheit zu gelten. Schade. Ein weiterer Grund könnte sein, dass es am Ufer der Elbe gar keine Elfen (oder Elben) gibt. Die Abwesenheit dieser mystischen Wesen wird aber von manchen Experten als wissenschaftlicher Anhaltspunkt dafür angesehen, dass der Kontinent Europa vor dem Kontinentaldrift nicht Teil von Pangea war, sondern von Mittelerde!

Wie in der Dokumentation „Die Rückkehr des Königs“ festgehalten wurde, verließen die Elben Mittelerde nach dem Sieg der Menschen über ‚den Abscheulichen‚. Dies muss vor ziemlich genau 2014 Jahren geschehen sein, da die Menschen in diesem Krieg von ihrem aus dem Exil zurückgekehrten König angeführt worden sind. Dieser König der Menschen war Jesus Christus!

Tiefer möchte ich nicht auf dieses Thema eingehen und empfehle allen interessierten die Bibel und den Herr der Ringe zu lesen. Beides sind sehr schön ausgeschmückte Romane, die dennoch ein Körnchen Wahrheit enthalten. Für den visuellen Lern-Typen, der ungern liest, gibt es alle Bücher auch als Verfilmung mit Making-of.

Danke fürs durchhalten und bis zum nächsten Unsinn. Übrigens bekommt Ihr eine größere Ansicht von dem Panorama, wenn ihr drauf klickt.