Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

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Panoramalamadingdong

Im Juli 2016 war ich am Gardasee. Obwohl das nun schon 7 Monate her ist, erinnere mich auch heute noch nur zu gerne daran. Um so besser, dass mein Vergangenheits-Ich manchmal nicht ganz so fleißig ist. Denn dadurch hat mein Gegenwarts-Ich die Chance, die Landschaften des Gardasees noch einmal in voller Pracht zu erleben.. und ihr auch!

Die volle Pracht also, wo findet man die? Wenn man nicht weiter weiß, dann geht man entweder zum Anfang zurück oder weit nach oben. Am Anfang war es dunkel, Blitze zuckten und der Donner grollte über den See – keine gute Idee um ‚die volle Pracht‘ zu finden. Na dann, hoch hinaus!

Hoch hinaus also… Hm, hoch… Jetzt bräuchten wir einen richtig großen, hohen, dominanten, massiven – ach, was verzettele ich mich hier mit unnötig vielen Adjektiven – einen fetten Berg! So! Weil wir in Italien sind, übersetzten wir noch den ‚fetten Berg‘ schnell in die landestypische Sprache und zack, stehen wir auf dem Monte Baldo, um eine unvergessliche Aussicht auf den Gardasee zu erleben.

Voll fett ist übrigens auch, dass man mit einer großen Gondel ganz einfach und Kaloriensparsam auf den fetten Berg hinauf kommt. Das Einzige was dazu notwendig ist, ist Geduld, viel davon! Bis zu 2 Stunden.. Vielleicht reicht auch eine gute Vorausplanung oder frühes Aufstehen, aber das halte ich für ein Gerücht.

Der Berg und sein Panorama sind nun schon ganz schön schön. Nur das Dumme daran ist, dass man auf 2200m Höhe zu Fuß nicht so gut vorankommt wie man gerne möchte (zumindest als Flachlandbewohner). Was tun, wenn es noch mehr Panorama sein soll? Runter vom Berg, ab ins Auto und/oder die Fähre und rauf auf den nächstbesten Turm! Zufällig gibt es einen Solchen am südlichen Ende des Sees auf einer Halbinsel im Örtchen Sirmione. Sehr schön!

Ein Turm? Da steht ein Turm einfach so in der Gegend herum? Natürlich nicht! Der Turm ist Teil der Castello Scaligero (eine Burg, die der Stadtherr von Verona im 13. Jahrhundert zusammenklöppeln lies), ist laut Wikipedia 47 Meter hoch (selbst hätte ich ihn auf nur 45 Meter geschätzt) und das Wichtigste, er bietet einen formidablen Rundumblick und ein wunderschönes, wer hätte es gedacht, Panorama!!! Obacht hier oben, denn ein Glockenturm ist auf direkter Trommelfellhöhe und kann, je nach Uhrzeit, für etwas frischen Wind im Oberstübchen sorgen. … Panorama und Dingdong, sehr authentisch!

Zur Galerie geht es wie immer über ein beliebiges Foto, zur Albumübersicht geht es hier entlang: Album. Danke fürs vorbeischauen und bis zum nächsten Mal. P.S.: Die Fotos mögen zwar schon ganz nett aussehen, die Empfehlung des Tages lautet trotzdem: Selbst und live erleben, das ist es wirklich wert!


Ein Pfund Regen im Linksverkehr – London [2016]

Das Hotel ist gebucht, die Oyster Card (für Öffis) ist schon bezahlt und das Taxi zum Flughafen steht bereit. Nichts kann schiefgehen, gar nichts! Aber dann stellt sich heraus, dass man mit British Airways fliegt und sich der Abflug um 2 Stunden verzögert. Ich erspare mir von den Details, wie technischen Problemen, fehlenden Ersatzteilen und unnormalen Triebwerksgeräuschen zu berichten, denn am Ende sind doch alle Lebendig im englischen London angekommen.
Ahhh London. Das erste womit man in England konfrontiert wird, ist die Erkenntnis, dass der Perso nicht der Passport, sondern die ID Card ist. Sowas kann ja mal passieren, wenn plötzlich alle unverständlich daher brabbeln und auf der falschen Straßenseite fahren. Zur Beruhigung sollte man in so einem Moment ein kühles Bierchen (ja!, in England gibt es auch kühles Bier) genießen.

Das Bier hat wie erwartet funktioniert. Als nächstes galt es das Hotel zu suchen, um dort das Gepäck abzuladen. Gesagt, getan. Und jetzt? Mit der Piccadillyline-Underground-Tube ab in die Innenstadt zum Piccadilly Circus (quasi der New Yorker Times Square in klein) und irgendwas essen. Zum Glück für uns ist das genau die richtige Gegend für Streetfoodfestivals und Pubs. Nach der Verköstigung einiger speziell ausgewählter, hiesiger Ales war es dann auch irgendwann Zeit noch etwas Allgemeinverpflegung für das Hotelzimmer bei Tesco (24/7, auch Sonntags) einzukaufen und den Abend ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen sollte der Urlaub erst wirklich beginnen. Wir haben das Frühstück verschlafen, was, wie sich an den folgenden Tage erst herausstellen sollte, kein all zu großer Verlust sein sollte. Dennoch, die Zeit läuft davon und die Luft war trocken. Wie ein ordentlicher Tourist besucht man natürlich all die bekannten Sightseeing-Hotspots:

Westminster Abbey

House of Lords / Commons / Parliament vor dem ein Löwe auf einem Pferd reitet

und den Dick Ben – Ich glaube der heißt mittlerweile irgendwie anders, aber ihr wisst ja was ich meine.

Der Besuch all dieser alt-ehrwürdigen Gebäude bei prallem Sonnenschein macht, genauso wie die Rekapitulation des Erlebten, durstig. Anstelle nun den gesamten Urlaub auf einmal abzuarbeiten, werde ich diese Aufgabe wohl in drei Teile aufteilen. Der Engländer würde jetzt sagen: I am going to split this trip into three cups of the finest Earl Grey to protect myself from a bloody burnout. Cheers mate!


HAWK Papierbootrennen im Wasserparadies [Hildesheim – Germany]

Man schrieb den 17. November 2012 als sich im Wasserparadies Hildesheim 14 Teams (á 5 Personen) zu einem nicht ganz alltäglichen Rennen zusammenfanden. Es sollten 25m durch das Schwimmerbecken zurückgelegt werden. Der schnellste ist der Sieger, ganz normal. Die Strecke wurde allerdings nicht geschwommen, nicht getaucht und auch nicht mit einem Boot zurückgelegt. Nun ja, Boote waren es schon, nur bestanden diese gänzlich aus Papier!

Jedes Team baut ein Boot aus Flatterband, etwas Paketklebeband und Papier, ganz normales handelsübliches 80-Grammer (aber von der Rolle, keine A4 Blätter). Vor dem Rennen hat jedes Team vier Termine bekommen um die Prototypen zu testen. Und was soll man sagen.. Die Studenten der HAWK,  ein Team des Scharnhorstgymnasiums und ein Azubi-Team der Papiersponsoren-Firma Arwed Löseke haben allesamt unsinkbare Boote konstruiert.

Die erste Hürde der Teams war das Qualifying und die Zeitrennen. Darauf folgten Duelle und vierer Duelle. Das Publikum, die Teams und auch die Veranstalter zeigten sichtlich Spaß an diesem kuriosen Wettbewerb. Hinterher gab es Preise für die drei schnellsten Team und einen ‚Innovationspreis‘ für die beste Konstruktion. Letzterer ging an das Team „paBIERboot“. Ihr Boot war mit wenig Ressourcen sehr stabil, schnell und leicht. Das schnellste Team war „MS Niveau“, das die 500€ für den ersten Platz gewann. Übrigens konnten alle Boote in einer normalen Papiertonne entsorgt werden.

Und warum das Ganze? Man wird jetzt wohl kaum anfangen Schiffe aus Papier zu bauen und die sieben Weltmeere zu befahren!? Der Gedanke hinter dieser Aufgabenstellung lautet: „Nichts ist unmöglich“. Die Studenten lernten während dieses zeitaufwendigen Projektes, das NICHT mit CreditPoints belohnt wurde, wie sie im Team scheinbar unmögliche Aufgaben lösen können. Der Reiz eine so absurde Aufgabe zu bewältigen trieb sie an.. das Preisgeld war es wohl nicht, denn man musste es ja noch im Team aufteilen 😀

Das Wasserparadies hat dlwotan und mir einen VIP-Pressefotografen Zugang gewährt, mit dem wir uns in der gesamten Veranstaltungszone frei bewegen durften. Welche Momente wir euch mitgebracht haben könnt ihr euch zum einen bei SL-punkt ansehen und wer hier bleiben möchte kommt (wie immer) oben rechts zu meiner Galerie.

Vielen Dank an euch, dass ihr die Zeit hattet hier vorbei zu schauen! Bis zur nächsten Aktualisierung. 🙂