Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

Industry

Alles wird besser, nur die Zukunft nicht.

Beim durchstöbern meiner Foto-Festplatten stieß ich auf ein paar weiter Bilder. Trauriger Weise ist es nur eine unsortierte Hand voll, die ich euch zeigen möchte.

Lange ist es her als diese Bilder aufgenommen wurden und ich musste nun einmal wieder feststellen, dass sehr viele davon meinen heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. Oder anders ausgedrückt… Sie sind für mich nicht mehr zu gebrauchen.

Die Bilder sind schief, unscharf, schlecht geschnitten, viel zu oft schräg fotografiert und zu allem Übel habe ich noch überraschend viele JPG Dateien dabei, weil mein Workflow damals viel zu ausgeklügelt war. Andererseits kann ich mich auch über die vielen schlechten Bilder freuen. Denn im Umkehrschluss merke ich, dass ich wohl ‚besser‘ geworden sein muss.

Besser kann vieles bedeuten. So kann damit gemeint sein, dass man besseres Equipment hat. Oder, dass man dieses besser beherrscht! Es kann bedeuten, dass die verarbeitende Software besser wurde. Auch, dass man nun besser mit solcher Software umgehen kann als vor ein paar Jahren noch. Welches ‚besser‘ nun zutrifft ist doch erst einmal egal. Wenn man jedoch noch besser werden will, dann sollte man sich darüber jedoch Gedanken machen.

Jeder von uns ist in den letzten Jahren besser geworden. Jeder hat irgendwas, das für Sie oder Ihn besser wurde. Klar! Wir wurden älter, Wehwehchen kamen vielleicht dazu, der Klimawandel ist nicht zu stoppen und der Schlager zermürbt unsere Trommelfelle. Aber hey! Wenn Dinge schlecht sind, kann man sie auch verbessern.

Da fällt mir ein, ich sollte besser mal wieder etwas Sport machen. Mountainbike fahren oder so..


Für die vier Buchstaben

Kurzer Hand habe ich mich entschlossen ein paar Festplatten-gereifte Fotos zu durchwühlen und stieß dabei auf das heutige Prachtstück.

Im April 2011 fand eine Oster-Urbex-Tour statt, die uns unter anderem nach Vockerode führte. Damals konnte man das Kraftwerk noch für lau „besichtigen“. Doch, soweit ich weiß, ist dies heute nicht mehr möglich, da die Bausubstanz wohl doch sehr mangelhaft geworden ist.

Wie dem auch sei, hier sehen wir den hinteren Teil der Turbinenhalle dieses ehemaligen Kohle-Kraftwerks.

 


Die Reste der Selbstständigkeit

Die vorletzte Location der OUT2013 war über einen ganzen Ort verteilt. Dort besuchten wir drei alte Tuchfabriken, die, wie wir schon wussten, nur noch aus verlassenen und leeren Gebäuden bestanden. Es gab keine Maschinen mehr, keine Tücher oder Stoffe und keine alten Dokumente. Alles was blieb war die Geschichte der Unternehmer ihrer Angestellten, die einst ihre Existenz auf diesen Hallen begründeten.

Einst waren hier jahrelang Webstühle, Spindelmaschinen, Farbkessel, Nähmaschinen und Tuchpressen im Einsatz. Bedient wurden sie von fleißigen Frauen und Männern. Auch wenn schon viele Arbeitsgänge durch Maschinen unterstützt wurden, war es noch immer eine anstrengende Arbeit. Vor allem war sie Laut. Stelle dir eine Halle voller Maschinen vor, die unentwegt rasseln, rattern, poltern und klappern. Stelle dir dutzende Nähmaschinen in einer großen, schallenden Halle vor. Als kleine Hilfestellung hier der Klang eines älteren Exemplars : Nähmaschine bei AudiYou.de

In Deutschland ist es Tradition zu exportieren. Warum sollte man sich nur auf Produkte beschränken, wenn man auch ganze Firmen outsourcen kann? Einige der Fabriken, die wir besuchten, konnten schlichtweg dem Konkurrenzdruck nicht standhalten. Andere Firmen wurden ins Ausland verlagert oder an internationale Investoren verkauft, welche dann ebenfalls alle Maschinen und ein paar Mitarbeiter mit ins Ausland genommen haben. Dies beschränkt sich nicht nur auf diese Tuch- und Stofffabriken. So passierte und passiert es überall in Deutschland. Es ist bei uns aber auch Tradition, Traditionen aufrecht zu erhalten. So kommt es, dass nicht alle Firmen abgewandert sind. Es fand, nüchtern betrachtet, eine wirtschaftliche Evolution statt. Nur die „Stärksten“ überleben. Und was Stärke genau bedeutet, lässt sich oft erst später erkennen.

Es ist traurig. Aber der Bürgermeister lässt sich trotz Abwanderung und den Rückgang der Textilindustrie nicht unterkriegen. Heute ist die ehemalige Textilmetropole eine Rosenstadt, besitzt ein Museum zum Thema der Textilverarbeitung und das Stadtbild sieht weitgehend gut und frisch aus, auch wenn noch viel in Planung ist. Der Ort lädt zum Erinnern und Träumen ein. Ich brauche dir nicht vorenthalten wie der Ort heißt. Es geht um  Forst (Lausitz). Bei DRadio.de gibt es einen schönen Bericht, den sich Interessierte gern durchlesen oder auch anhören (19:47 Minuten) können. Er ist wirklich empfehlenswert! Was ich dir nicht sagen kann ist, welche Firmen wir besuchten. Dieses Detail ist schon in Vergessenheit geraten. Aber hinfahren werde ich bestimmt noch einmal.

Um alle Fotos anzuschauen musst du wieder zur  Galerie surfen. Das geht auch über das kleine quadratische Bild oben rechts in der Ecke. Vielen Dank an dich, dass du die Zeit hattet hier vorbei zu schauen! Ich weiß noch nicht, ob der nächste Beitrag die letzte Location der OUT sein wird oder vielleicht wieder ein spontaner, anderer Beitrag. Bis bald auf jeden Fall.


Elektronenfluss

Weiter geht es mit der OUT2013 und mit einer Location, die ich schon mit Sound of electricity angekündigt habe. Es ist ein stillgelegtes Kohlekraftwerk in Deutschland und mittlerweile schon das fünfte dieser Art, das wir besucht haben. Nachdem wir einen Eingang fanden, packten wird die Kameras aus und teilten uns auf ohne Zeit zu verschwenden. Schon von außen sah es riesig und sehr imposant aus. Das Erste was ich feststellen musste war, dass sich in diesem Kraftwerk wieder (nur) Rohre, Schaltschränke und Brennkammern befanden.

Also wurde vom Erdgeschoss auf eine höhere Ebene gewechselt. Angekommen auf der Ebene der Turbinen ebenfalls Ernüchterung, Turbinen, wie erwartet. Doch etwas war anders als in anderen Kraftwerken. Hier gab es insgesamt 14 Turbinen. Ein Dutzend davon brachte jeweils 210MW in das Stromnetz, die zwei restlichen jeweils 500MW. Diese Turbinen waren größtenteils noch an ihrem ursprünglichen Einsatzort. Ganz im Gegensatz zu dem stillgelegten Kohlekraftwerk Vockerrode etwa, in dem es in der Turbinenhalle nur noch große Löcher und viel ‚Nichts‘ gibt. Eine 600m lange Halle jedoch vollgestellt mit großen Anlagen, schmutzig, aber dennoch nicht heruntergekommen. Jede Location bietet dir doch immer wieder etwas neues. Ich würde diesen Ort so beschreiben: Gigantisch, unfassbar groß und wahnsinnig beeindruckend.

Es waren zahlreiche Turbinengehäuse geöffnet. Einige waren leer, in anderen wiederum lagen die Axialturbinen still und regungslos. Sie haben jahrelang ihren Dienst zuverlässig verrichtet und für uns Elektronen in Bewegung gesetzt. Wie der Reifen eines Fahrrads den klassischen Dynamo antreibt, so bewegten diese beeindruckenden Stücke des Maschinenbaus und der Strömungslehre riesige Generatoren. Dabei wurden zu Spitzenzeiten bis zu 50.000 Tonnen Braunkohle täglich verfeuert. Das Grundig Stadion in Nürnberg ist ein Fußballstadion, das 50.000 Zuschauer fassen kann. Wenn jeder Besucher eintausend Kilogramm Braunkohle mitbrächte, könnte man einen Tag lang Strom aus der Steckdose bekommen. Täglich mussten 50.000 Tonnen Kohle aus der Erde geschürft und gekratzt werden. Es ist unvorstellbar.

Nachdem die Turbinenhalle, die sich im Aufbau etwa alle 40m wiederholte, ausgekundschaftet war ging es noch höher hinauf. Gute 300 Stufen. Dort, 65m hoch über dem Boden, ist dann das letzte Bild dieser Galerie entstanden. Ich wünsche viel Spaß mit diesem Koloss der ehemaligen DDR.

Zur kompletten Galerie geht es wieder über das kleine quadratische Bild oben rechts in der Ecke oder über den Link etwas weiter vorn im Satz. Vielen Dank an dich, dass du die Zeit hattet hier vorbei zu schauen! Innerhalb einer Woche könnte es den nächsten Beitrag geben. Schau mal wieder vorbei.


Sound of electricity

Dies ist eine Kostprobe der nächsten Fotos die ich bloggen möchte. Es handelt sich dabei um ein großes Stück Industrie, das für uns alle so unverzichtbar scheint.

Über Ostern waren wir Fotografen im Rahmen der OUT2013 mal wieder in einem Kohlekraftwerk. Diesmal nicht im bösen Belgien, sondern mal wieder daheim im Deutschland. Es gehört jedoch nicht zu den Kraftwerken, die man, für gewöhnlich, auf Anfrage besichtigen kann. Daher kann ich euch den Namen des Kraftwerks leider nicht nennen.

Ein gutes Foto braucht nicht erklärt werden heißt es. Also fange ich ohne weitere Umschweife an. Diese Dampfturbine trieb einen 210MW-Generator an, von denen es in diesem Kraftwerk 12 Stück gab. Ein ohrenbetäubender Lärm erfüllte die etwa 600m lange Turbinenhalle. Ein Dutzend dieser Turbinen surrten im Einklang der Stromproduktion 32 Jahre lang vor sich hin. Tag ein, Tag aus. Bis zu 600°C heißer Dampf  brachte diese Ungetüme in Bewegung, um für uns den so notwendigen Strom zu produzieren.

Da war es wieder, dass „Produzieren“. Strom ist eine Energie und diese kann man weder vernichten noch herstellen oder „produzieren“, nur wandeln ist möglich. Warum also benutzt man diese unmögliche Formulierung? Nun, ich bin kein Sprachexperte und ihr wisst das am besten. Aber betrachten wir es mal so: Jemand betreibt ein Kraftwerk und kauf Rohstoffe ein, hier Kohle. Diese wird in einem Produktionsprozess in etwas vielseitigeres und wertvolleres veredelt bzw. „verwandelt“, in den elektrischen Strom. Der Kraftwerksbetreiber verkauft sein Endprodukt dann schließlich und verdient einen Haufen Geld damit. Dieses Prinzip kennen wir alle von der Pommesbude, den Autobauern und vom Heimwerken. Euch fallen sicher bessere Beispiele ein. Also, ich mache euch einen Vorschlag, auf den mich einer der Fotografen brachte. Wenn Ihr, wenn wir, von einer Stromproduktion reden wollen, dann sollten wir auch sagen, dass der Strom aus einer Stromfabrik stammt. Das ist zwar kompletter Blödsinn, aber auf eine verquere BWLer-/Wirtschafter-Denkweise ist es so verkehrt auch nicht.

Heute klingen sie nicht mehr, drehen sich nicht mehr, stehen still.
Diese Klingen trugen den Klang von Elektrizität mit sich.
Laut, ohrenbetäubend und unverzichtbar.

Danke für vorbei schauen. Das meine ich ernst! Ein Klick auf das Foto bringt euch zu einer größeren Ansicht. Beim nächsten Mal sollte es wieder ein paar Fotos mehr geben und auch mehr von diesem Kraftwerk. Bis dahin.


OUT2013 Inhaltsverzeichnis

Nicht alle von euch- Ich meine: Nur die wenigsten von euch gehören zu der kleinen Schnittmenge der Personen, die

1. wissen, wie ich bei Instagram heiße,

2. an den Osterfeiertagen nichts besseres zu tun haben als ständig bei Instagram nach neuen Fotos zu schauen oder

3. hellseherische Fähigkeiten besitzen und jetzt schon wissen was da unten gleich kommt.

Daher mache ich mir keine große Arbeit und halte euch nachträglich auf dem Laufenden. Hier kommt die Instagram-Timeline der Osterfeiertage (mit meinen Kommentaren). Selbes kann als Inhaltsverzeichnis für die kommenden Beiträge angesehen werden, die ich ich den nächsten Wochen (hoffentlich einigermaßen regelmäßig) schreiben werde.

INHALT

29.03.2013

Kommunistisch-Sozialistisch: Fotos sind für alle da!

30.03.2013

Betthupferl

Zutritt nur für Männer, für richtige Männer!

Ist Brandenburg das bessere Nord-Korea?

31.03.2013

The Chapel

Sound of electricity

Elektronenfluss

01.04.2013

Die Reste der Selbstständigkeit

Asche zu Asche

Und wer keine Lust hat noch mal alles zu lesen, gelangt hier zu einer Sammlung, aller Fotos die ich gebloggt habe. Nur Fotos, kein Text. Trotzdem viel Spaß damit!

29.03.2013 – Karfreitag

Rückfahrkamera selbst gebaut - So kann es aussehen

Rückfahrkamera selbst gebaut – So kann es aussehen

Wünsdorf 1

Wünsdorf 1

Wenn die Katze zu lange auf ihr Mäuschen wartet...

Wenn die Katze zu lange auf ihr Mäuschen wartet…

Das schönste Bild, das man in Wünsdorf an einer Wand finden kann

Das schönste Bild, das man in Wünsdorf an einer Wand finden kann

Wünsdorf 2

Wünsdorf 2

30.03.2013 – Samstag

Frühstück Laktosefrei

Frühstück Laktosefrei

Beelitz 1

Beelitz 1

Beelitz 2

Beelitz 2

Beelitz 3

Beelitz 3

Auf den Spuren eines Urbexers

Auf den Spuren eines Urbexers
Sperenberg 1

Sperenberg 1

Sperenberg 2

Sperenberg 2

Unterkunft für 2 Nächte

Unterkunft für 2 Nächte

31.03.2013 – Ostersonntag

Heute gibt es etwas Energie für die Urbexer

Heute gibt es etwas Energie für die Urbexer
Der seelenlose Stahlbolzen :D

Der seelenlose Stahlbolzen 😀

Das war mal eine Turbine...

Das war mal eine Turbine…

.. und das ist das Kraftwerk zur Turbine

.. und das ist das Kraftwerk zur Turbine

Kraftwerk B - Ganz oben

Kraftwerk B – Ganz oben

Cottbus, ich bin wieder da!

Cottbus, ich bin wieder da!

01.04.2013 – Ostermontag

Eine alte Tuchfabrik in Forst

Eine alte Tuchfabrik in Forst

Noch eine Tuchfabrik in Forst

Noch eine Tuchfabrik in Forst

Ich dachte erst, dass da ein Schädel liegt!

Ich dachte erst, dass da ein Schädel liegt!

Krematorium

Krematorium

Wenn ihr etwas Vorfreude verspüren solltet ist das gut, aber geduldet euch noch ein wenig. Ihr wisst, dass ich nicht der schnellste bin. Wer sich nicht gedulden möchte, kann in der Zeit schon mal bei CmdrCord, AkkiFoto und SL-Punkt schauen, die deutlich fixer sind. Die Links gibt es rechts. Danke für euren Besuch.


Stadt aus Eisen

Das erste Ziel war Cottbus, das Zweite waren die Tagebaue von Cottbus. Nun bekommt ihr das dritte Ziel zu sehen: Ferropolis – Die Stadt aus Eisen.

Einige kennen Ferropolis vom Melt! -, ein anderes Publikum vom Brass On – Festival. Abseits dieser Veranstaltungen ist Ferropolis ein Museum der anderen Art auf einer Halbinsel im Gremminer See bei Gräfenhainichen. Fünf alte Stahlriesen aus ehemaligen ostdeutschen Tagebauen finden hier ihren letzten Einsatz. Einige Kohlebagger und Abraumbrücken sind zur Besichtigung begehbar. Eine Maschine nimmt jedoch einen ganz besonderen Platz ein. Dem jüngsten Koloss kann man beim Sterben zusehen.

Zu viel möchte ich nicht vorweg nehmen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, wenn man schon mal in der Nähe ist. Zu viel kann ich aber auch nicht mehr dazu sagen, da der Besuch schon fast sechs Monate her ist. Danke für eure Geduld und bis zum nächsten Mal. Vielen Dank.

Vielen Dank an BSK Spezialkabel und Komponenten, wodurch mir dieser Ausflug ermöglicht wurde.


Nachtrag

Schaut doch noch mal bei meinem Beitrag ‚Gateway to abyss‚ vorbei. Dort gibt es nun mehr als nur ein Foto zu sehen, jetzt sind es nämlich ZWEI!


Gateway to abyss

Dieses Objekt liegt in einer Gegend in Deutschland, in der alles XXL ist. Ob es sich dabei um einen Jumbo von Galileo [Pro7(c)] handelt der mal wieder XXL-Schnitzel, -Currywürste oder -Kuchen in seinen dicken Wanzt schaufelt oder um eine XXL Verschmutzung der Natur. Ein schöner Fleck in Deutschland ist das nicht an dem diese ‚Zeche XXL‘ zu finden ist.

Wer jetzt noch nicht gemerkt hat, dass ich hier vom Ruhrpott schwärme, lebt bestimmt selbst dort. Schon auf der Fahrt sanken mit jedem Kilometer die fröhlichen Mundwinkel mehr und mehr hinab. Mit jedem Kilometer verschwand das Grün mehr und mehr. Die graue Tristes wurde stärker und stärker. Bäume wurden zu Hochspannungsmasten, frische Luft zu Smog, die riesigen Industriekomplexe und Kraftwerke verdunkelten den blauen Himmel mit ihren Unmengen an Wasserdampfwolken.

Schließlich fanden wir unser Ziel, die Zeche XXL. Spätestens jetzt war es jedem von uns egal wie hässlich das alles war, den genau deshalb waren wir hier. Kontraste, Stahl, Beton und Rost. Ein gigantisches Portal nahm uns in Empfang. Auf dem Nachbargelände, noch nicht mal mit einem Zaun abgetrennt (soweit ich mich erinnere) steht ein Kraftwerk, in Betrieb und mit fleißigen Angestellten. Hinter dem Portal jedoch war das einzig lebendige nur noch die eine oder andere Taube.

Vieles, das zu der Zeche gehört ist, freilich schon dem Erdboden gleichgemacht worden. Sauber sortiert nach Beton, Kabeln, Stahl… Die Kauen werden wohl auch bald daran glauben müssen. Dieser Gigant jedoch wird sicher noch eine Weile stehen und durch bloße Anwesenheit von der Vergangenheit erzählen können.

Das eine Foto führt euch diesmal in die Fotocommunity[de] – Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt!

NACHTRAG

Wir haben die Zeche betreten und nichts versperrte uns den Weg nach oben. Hier habe ich als Nachtrag noch die Aussicht aus dem 3. „Stockwerk“ der Zeche.

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More Plant than Power – Das grüne Kraftwerk

Es ist soweit! Dies ist der erste ECHTE Urbex Blogeintrag! Wenn jetzt niemand stolz auf mich ist schmeiße ich alles hin!

Zu den neuen Bildern: Ihr könnt hier 12 Bilder eines stillgelegten Kohlekraftwerks, das in Belgien langsam vor sich hin altert, anschauen. Das Kraftwerk ist unter dem Codenamen „ECVB“ bekannt. Sollten euch meine Bilder gefallen stehen damit auch alle Türen offen grandiose Fotos anderer Fotografen zu finden. Zu meinen Fotos geht es mal wieder über das kleine Quadratische oben rechts.

Es war eine spannende Angelegenheit und ein warmer Tag. Wir fanden das Kraftwerk trotz hervorragender Recherche nicht gleich auf Anhieb. Nachdem mit der Fähre ein Fluss überquert wurde, parkten wir am Ortseingang eines kleinen Dorfes. ein kurzer Fußweg führte uns schließlich zu dem Eingang von dem aus wir das Gelände erkundeten.

Fest vor Augen war das Ziel die Turbine des Kraftwerks zu finden. Es dauerte nicht lange, da fanden wir zwei Fotografen aus den Niederlanden, die, wie wir auch, vor Ort waren um den Verfall zu dokumentieren. Kurz darauf betraten wir die riesige Turbinenhalle. Über ein Lichtgitterrost ging es hinab auf die richtige Ebene. Da standen wir nun.

Das Sonnenlicht schien durch die ca. 15m hohen Fenster in die Halle. Vor uns ein Abgrund der 10m tief in die untere Ebene führte. An allen Ecken, Stahlträgern und sogar bei den Maschinen holte sich die Natur Stück für Stück ihr Eigentum wieder zurück. Moos an den Wänden in 10m Höhe. Gras und junge Bäume und Sträucher an den Maschinen und Fenstern. Es war beeindruckend zu sehen wie es die Natur schafft bei so viel Stahl, Beton und Glas immer weiter in das Innere des Kraftwerks vorzudringen.

Ich hoffe, meine Fotos spiegeln meine Faszination der Situation wider und vermitteln euch genau das gleiche Gefühl, das wir hatten.