Landschaftsfotoarchitektur – Fotoblog

Von ganz unten nach ganz oben – Schottland (Tag 3.1/10)

Eines finsteren Morgens machten sich drei Gestallten auf ihren Weg, während die letzte Person unserer Gruppe im Bett geblieben ist. Ihr Ziel war ein Loch. Nun befanden sich die Hobbyfotografen in einem Land, in dem es viel und ausgiebig regnet, sodass viel Wasser von den Berghängen ins Tal läuft. Zum Glück waren da diese ‚Löcher‘, denn diese fingen all das viele Wasser auf. Löcher in Schottland können so viel Wasser ansammeln, dass man ihre Ränder sogar Ufer nennen und mit Booten über sie fahren kann.

Ein schottisches Loch ist also ein See und manchmal ein sehr großer See. Einige sind noch viel größer als das Steinhuder Meer, das gar kein Meer, sondern auch ein See ist. Schön ist es an so einem Loch, dachten sich die Hobbyfotografen und machten ein Foto davon. Dass es schön sei an so einem Ort zu wohnen, dachte auch ein reicher Mann um 1800 und ließ eine Burg erbauen. Da er selbst beim Bau nicht geholfen hat, wurde ihm schnell langweilig und selbst seinem Garten war er bald überdrüssig. So zog er bald wieder aus und die Burg stand leer. Ihm fehlte die Wertschätzung für seine Burg. Nicht einmal Feinde hatte er, gegen die er seine Burg verteidigen konnte.

So verloren auch die Fotografen die Lust Fotos zu schießen. Nach einem Full-Scotish-Breakfast setzten alle vier die Reise fort. Sie fuhren entlang des wunderschönen Loches, dessen Name Loch Lomond war, bis sie einen Wasserfall fanden. Wenig kreativ, nennen die Schotten ihre Wasserfälle „Falls“, sodass nun dieser den Namen „Falls of Falloch“ trug.

Das Auto mit den Reisenden fuhr weiter und in Richtung der nördlichen Ländereien. Norden ist auf der Karte oben und „oben“ ist im Englischen „high“. So wussten die Reisenden, ihr Weg führte sie in die Highlands.

Berge türmten sich entlang der Straßen auf. Manche so hoch wie Kirchtürme, andere so hoch, dass sie sich in den Wolken verstecken konnten. Ihre Form war rundlich, wie ein dicker, unförmiger Bauch und ihre Täler waren karg. Der Herbst hatte so manche Mühe alle Stellen zu erreichen. Da wurden die Hobbyfotografen neugierig, wie schwer es wohl sei, vom Tal aus, einen Berg zu erklimmen. Kurzerhand hielten sie in einer Gegend namens Glencoe an, in der ein Wasserfall von einem Berg herunterfloss. Sie fanden heraus, je höher sie kletterten, desto anstrengender wurde der Weg.

Und der Berg war gemein. Er behielt den Wasserfall für sich und versteckte ihn hinter hässlichen Büschen und Sträuchern, die die Hobbyfotografen nicht fotografieren wollten. So stiegen sie den Berg wieder hinab und beratschlagten sich in einer Herberge. Wie es wohl weitergeht? Das erfahren wir erst der nächsten Geschichte.

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