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Eine Reise griechischer Ereignisse – Helios zweite Fahrt (Tag 2/3)

Die Akropolis ist nicht einzigartig, denn der Name beschreibt eigentlich nur die ‚Oberstadt‘, die heute freilich nicht mehr bewohnt ist. Anstelle von Wohnhäusern warten dort der Tempel der Sportgöttin Nike (Ihr Gemal Adidas bekam leider keinen), der Multi-Tempel Erechtheion für insgesamt 13 Helden und Gottheiten, das Parthenon und das alte Akropolis-Moyseion (Museum) bestaunt zu werden. Vorsicht sei geboten, denn der natürliche Marmor ist spiegelglatt. Beim Aufstieg sei es abermals empfohlen Getränke bei sich zu haben.

Außerhalb der Saison waren in der Stadt, in der einst die Demokratie von Perikles erfunden wurde, Touristen zwar noch Zahlreich vertreten, doch die Hotspots dabei nicht überlaufen. Erneut zeigte sich die Stadt von einer sehr angenehmen Seite. Apropos Hotspots. Hier Reisetipp A-38: Es gibt für nahezu alle Freilicht-Museen, damit meine ich die ganzen Tempelanlagen, ein Kombiticket für 30€, das euch die jeweiligen Eintrittspreise von bis zu 20€ gut rabattiert und zusätzlich 5 Tage Gültigkeit hat. Nicht enthalten ist überraschender Weise das Panathinaiko-Stadion, das jedoch auch etwas ab vom Schuss liegt. Wie auch immer, hier der eigentliche Tipp: Was man wissen sollte, auch wenn es auf dem Kombiticket geschrieben steht:: Der Einlass gilt nur EIN EINZIGES MAL je Drehkreuz! Das sollte man wissen bevor man seine Touren plant oder wenn man vor hat etwas bei Sonnenauf- und untergang zu besuchen…

Nördlich der Akropolis findet man die berühmte Agora. Dieser Ort war mehr als nur der alte Handels- und Marktplatz, vom dem nur noch Ruinen, Grundmauern, die Stoa (eine Art Markthalle) und der Tempel des Hephaistos zu erkennen sind. Hier wurden neben dem Handel auch Volksabstimmungen abgehalten und Politik gelebt wenngleich die Politik auf der Pnyx einen weit höheren Stellenwert einnahm. Auch heute noch möchte man meinen, dass die Historie der Agora im näheren Umfeld spürbar ist. So waren wir unweit auf dem belebten Monastiraki Square (auf dem man gut auf seine Wertsachen achten sollte. Mehr als sonst!), um einige griechische Spezialitäten zu Verspeisen.

Plötzlich liefen an unserem Tisch (draußen) ein Dutzend Polizisten in Kampfausrüstung mit Helm und Schild auf den Platz. Minuten lang passierte nichts, dann wurde es laut und ein roter Lichtschein waberte aus einer Gasse heraus. Demonstranten, Bengalische Feuer, Unruhe in der Menge auf dem Square. Dann ist nichts passiert. Oder vielleicht doch? Menschen gerieten in Panik. Einige rannten weg von dem Platz, wieder an unserem Tisch vorbei. Ein Blick in die Augen der Kellner verreit uns, wir haben nichts zu befürchten. Und Tatsächlich, es passierte nichts, außer, dass die Polizei nach weiteren 10 Minuten abzog. Zwischenzeitlich kam auch einer der Köche unseres Restaurants hinaus. Er erzählte uns, dass es sich um Studenten handelte, die schon am Tag zuvor am Parlament mit Molotowcocktails geworfen hätten. Offenbar traten sie für eine wichtige Sache ein. Welche? Das konnten wir auch am Folgetag nicht herausfinden. Aber das Essen war übrigens ganz ausgezeichnet! [Album]

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