Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

Schlaraffen-Helgoland

Helgoland ist ein Fleckchen Erde weit draußen auf See. Jeder kennt die Insel, aber niemand nimmt sie so richtig war. Warum auch? Es ist ein nicht mal 2 km² kleiner Felsen, der in zwei bis drei Stunden Fahrzeit mit der Fähre zu erreichen ist. Dazu muss man die offene See passieren und so passiert es einigen, dass sie sich unterwegs eine Tüte Labskaus voll machen, wenn das Wetter nicht mitspielt. Warum also sollte man auf diese Insel wollen oder Notiz von ihr nehmen?

Warum ich dort hingefahren bin? Eine freundliche Einladung schlägt man nicht aus, zumal ich noch nie dort gewesen bin. Windstärke fünf und Regen waren laut der Wettervorhersage angekündigt. Im Heimathafen der Fair Lady schien die Sonne und es war Windstill. Soweit so gut. Nach so und so viel Stunden fahrt ging auf offener See zwar eine Brise, doch gab es keinen Seegang und der Regen ließ ebenfalls auf sich warten. So kamen wir heil, mit vollem Magen und Sonnenbrand auf Helgoland an. Zur Erkundung der kleinen Insel blieben uns vier Stunden. Zeit genug für eine Mittagspause in der Hanse Kogge, mit Bodenständigem und leckerem Essen ohne viel Schnickschnack, trotzdem aber nicht langweilig.

Anschließend begaben wir uns auf die Touristenautobahn, den Klippenrandweg. Der Name ist Programm. Er führt die Touries am Rande der Klippen einmal rund um die Insel. Auf diesem Weg kann man auf kleinen Tafeln geschichtliches zur Insel lesen. Anderswo setzt man sich auf eine der vielen (gepflegten) Bänke und träumt vom Seefahrerleben oder man wird Naturforscher und beobachtet die nistenden Seevögel an den nördlichen Klippen. Läuft man den Weg im Uhrzeigersinn weiter, so findet man den Sandstrand, Kleingärten, das Schwimmbad, das Wohngebiet der etwa 1000 einheimischen Bewohner und gelangt dann wieder an den Ausgangspunkt, der Einkaufs und Restaurant-Meile „Am Falm“, zurück.

Einkaufen, ein Thema für sich auf diesem Eiland und ein Grund warum so viele Leute Helgoland besuchen. Auf der Rückfahrt war das Ausmaß erst erkennbar. Plastiktüten so groß und gefüllt wie sonst nur in der Weihnachtszeit haben die Besucher bei der Abreise wieder an Board geschleppt. Zigaretten, Alkohol und „Markenklamotten“ dominierten hier weit vor den üblichen Souvenirs. Dafür waren wir nicht her gekommen, sondern für ein bisschen Erholung abseits des Alltags. Und dafür ist Helgoland sehr gut geeignet. Die Tagestouristen, vornehmlich älteres Publikum, sind nur von etwa 11 bis 16 Uhr da. Dann herrscht wieder Ruhe auf der Insel.

Auf dem Hinweg konnte ich aufschnappen, dass einige zur Kur kamen. Neben der Insel Helgoland liegt auch eine Düne im Meer. Auf ihr gibt es einen kleinen Flughafen und sonst nur ein paar Bungalows in denen man sich für ein paar Tage einmieten kann. Wenn man dort nicht gezwungen wird sich zu entspannen und von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, dann weiß ich auch nicht weiter. Man kann dort zur Ruhe kommen und endlich mal ein Buch lesen, oder ein Buch schreiben? Die Seeluft tut für den Kur-Anteil ihr übriges.

Die Unterstadt lebt beinahe nur vom Tourismus. Dennoch wirkt Helgoland nicht wie ein touristischer Ort. Es ist eine interessante Balance.. Die Abgeschiedenheit der Insel, beziehungsweise der Weg dort hin, wird dieses System sicher nicht so schnell aus dem Gleichgewicht bringen. So lange die fünf Fährlinien (glaube ich) nicht allesamt ihre Schiffe durch modernere und schnellere Katamarane austauschen, auf denen die Touries nicht so schnell Seekrank werden, könnte Helgoland noch eine Weile so schön und ruhig bleiben wie ich es gesehen habe.

Damit Ihr nun auch etwas zu sehen bekommt, wünsche ich viel Spaß mit der Galerie. Übrigens, ich habe mal wieder etwas neues Ausprobiert. Mir Gefällt es, jetzt, nachdem die erste Verwunderung weg ist. Vielen Dank, dass Ihr die Zeit hattet hier vorbei zu schauen! Und vielen Dank wieder an BSK Spezialkabel. Diesmal ohne Link, denn den habe ich nun auf der rechten Seite als Sponsor eingefügt. So ist es für uns alle leichter. Bis später dann..

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