Erst Licht, dann Strom, dann Emotion | Urbex & Sport Fotoblog by dsgk

Braunkohletagebau

Es ist wie ein Teufelskreis. Dinge drehen sich nur durch die Zufuhr von Energie und schon dreht sich alles nur noch um die Energie. Seien wissenschaftliche- oder politische Ziele.

Letztlich geht es immer nur um elektrische Energie. Strom. Das Zeug, das aus der Steckdose kommt und eine der größten Fortschritte der Menschheitsgeschichte seit der Bändigung von Feuer darstellt. Feuer kann die Menschheit nun seit einigen hunderttausend Jahren gezielt entfachen. Strom nutzen wir erst seit etwa 150 Jahren.

Und woher kommt der Strom? Mittlerweile wissen alle über ‚Ökostrom‘ Bescheid. Alle wissen, Strom aus Kernfissionsreaktoren (Kernspaltung) ist gefährlich, Strom durch Kernfusion ist (noch) Utopie und dann hört das WISSEN oft schon auf. Was nicht in dem Medien ist scheint nicht wichtig zu sein. Fakt ist jedoch, dass, auch wenn die Energiewende erfolgreich ist, ca. 50% unserer elektrischen Energie weiterhin aus Kohlekraftwerken kommen.

Kohle, ein fester fossiler Brennstoff. Er ist alt. Aus der Dinosaurier-Zeit von vor 65 bis 2 Millionen Jahren kommt die Braunkohle von heute, die in den Tagebauen Cottbus-Nord und Jänschwalde abgebaut wird. Steinkohle ist sogar fünfmal älter! Fossil bedeutet auch so etwas wie „Limitierte Auflage“ oder „Begrenzte Stückzahl“. Im Einzelhandel ist so ein Etikett fantastisch um den Verkauf anzukurbeln. Blöd nur, dass wir unsere Kohlevorräte ebenso gierig abbauen als wäre sie ein super Angebot. Hin und wieder finden sich ein paar Leute zusammen und demonstrieren gegen den Abbau unseres wertvollen Energieträgers, den wir uns unter unseren Füßen weg schürfen, als säßen wir auf dem Ast, den wir gerade absägen wollen um ein Feuerchen zu machen.

Genug jetzt vom Moralapostel! Wenn man vom Tagebau hört denkt man an die Zerstörung von Flora und Fauna unter dem Schutzschirm der ‚Rekultivierung‘. Das verblüffende ist, die Rekultivierung scheint offenbar zu funktionieren, auch wenn sie viel Zeit benötigt. Nachdem der braune Brennstoff aus der Erde gekratzt  wurde, kommt wieder Erde bzw. Sand auf die Wunde des Planeten und wird bepflanzt. Zurück bleiben riesige ebene Flächen, fast Heideähnlich,  auf denen der Wind kaum widerstand bekommt. Der ideale Platz für Windkraftanlagen auf dem Festland also!

Ich will das Thema nicht schön reden, keine Sorge. Aber seid euch bewusst, dass etwa die Hälfte dieses Blogs (wahrscheinlich sogar mehr) durch fossile Brennstoffe ermöglicht wurde und damit habt ihr auch diesen Zeitvertreib zu mehr als 50% diesen Brennstoffen zu verdanken. Es muss nicht immer so bleiben! Bleibt sauber…

Zur Galerie geht es wieder oben rechts. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt! -> Teil 3 des Wochenendes gibt es in naher Zukunft, stay tuned!

Vielen Dank an BSK Spezialkabel und Komponenten, wodurch mir dieser Ausflug ermöglicht wurde.

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Eine Antwort

  1. cb

    Super Arbeit . Trotz schlechten Lichts – stark herausgearbeitet- besonders die 8 . CB

    2012/09/06 um 06:30

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